WOLFEGG: „Brauer mit Leib und Seele“ feiern 10-jähriges Jubiläum
Seit zehn Jahren gibt es die „Brauer mit Leib und Seele“, Grund genug für die Kooperation aus acht familiengeführten Privatbrauereien in Baden-Württemberg am vergangenen Sonntag im Bauernhaus-Museum in Wolfegg ihre Vereinigung zu feiern. „Die Kooperation ,Brauer mit Leib und Seeleʼ gehört fest zur baden-württembergischen Brauerlandschaft. Vor zehn Jahren haben sich vier Brauer dazu entschlossen, mit regionalen Brauereien gegen einen Rückgang der Biervielfalt und für den Erhalt lokaler Traditionen zu kämpfen. Diese Brauer sind wichtige Botschafter für das Genießerland Baden-Württemberg“, sagte der Ministerialdirektor im baden-württembergischen Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, Dr. Albrecht Rittmann, anlässlich des Jubiläums der „Brauer mit Leib und Seele“.
Ende der neunziger Jahre sei der Biermarkt durch eine zunehmende Konzentration in der Brauereiwirtschaft gekennzeichnet gewesen. Dies habe eine spürbare Verarmung des Sortiments und damit einen Rückgang der Biervielfalt nach sich gezogen. „Das Bier drohte zur bloßen Discounterware in der Dose zu verkommen“, erklärte Rittmann. Vier Brauer hätten sich daher 1999 entschieden, dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten. Dies habe harte konzeptionelle und vor allem visionäre Arbeit verlangt. „Die Brauer stehen mit Leib und Seele hinter ihren Brauereien. Das ist ihr Lebenswerk und Lebensziel. Sie definieren sich nicht ausschließlich über Umsatz und Gewinn, sondern vor allem über die Qualität ihrer herausragenden Biere“, so der Ministerialdirektor.
Die Brauer förderten die Landwirte durch die gesicherte Abnahme von Braugetreide, das zu 100 Prozent aus kontrolliertem, integriertem Anbau aus Baden-Württemberg komme. Das zeige, dass den Brauereiunternehmern das Bier als Kulturgut der Region am Herzen liege. So könne regionale Braukunst erfahren, erlebt und erfolgreich vermarktet werden. Dies sei der Schlüssel des Erfolgs der „Brauer mit Leib und Seele“.
Die „Brauer mit Leib und Seele“ seien mit ihrer Braukunst und ihrem regionalen Ansatz ein Vorbild für erfolgreiche regionale Wertschöpfungsketten. Dies sei ganz im Sinne der Nachhaltigkeitskriterien ökologisch, ökonomisch und sozial. „Für die ,Brauer mit Leib und Seeleʼ steht diese Philosophie vom Bier daher nicht nur für Genuss, Vielfalt, Tradition und Kultur, sondern ist die Zukunft für ihre Familien, Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden“, betonte Ministerialdirektor Rittmann.
Die zugehörigen Brauereien sind: Brauerei C. Härle, Dachsenfranz, Herbsthäuser Brauerei, Kaiser Brauerei, Königsbräu, Bräunlinger Löwenbrauerei, Brauerei Schimpf, Brauerei Stolz und die Kronenbrauerei Tettnang.
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