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WELT: Weizen treibt Braugerstenpreis in die Höhe

Wetterbedingte Ernteausfälle beim Weizen treiben auch die anderen Getreidepreise vor sich her. Massive Ernteeinbußen durch anhaltende Trockenheit in Russland, Kasachstan und Westeuropa sowie starke Regenfälle in Kanada. haben die Weizenpreise seit Beginn des Monats über 30 Prozent nach oben schnellen lassen. Weiteres Öl in Feuer hat der Internationale Getreiderat (IGC) gegossen, nachdem er in seinem Juli-Bericht die Schätzung der Weltweizenernte deutlich von 664 Millionen Tonnen auf nur noch 651 Millionen Tonnen revidiert hat. In der Folge hat sich auch die Braugerste stark verteuert, obwohl die Ernteergebnisse aus den deutschen Frühdruschgebieten in Bezug auf Qualität und Quantität bisher überzeugen konnten. Auch die Ernteaussichten in Nordeuropa werden überwiegend positiv beurteilt.

In Deutschland scheint die Braugerste auf höheren Standorten, die traditionell später geerntet wird, durch die extreme Trockenheit im Juni stärker in Mitleidenschaft gezogen worden zu sein. Vielerorts wird von inhomogenen Gerstenpartien berichtet, je nachdem wie stark der Boden die Feuchtigkeit aus dem regenreichen Mai halten konnte. Strichweise fielen aber auch im ansonsten sehr trockenen Juni Niederschläge, wie z.B. im Thüringer Becken, wodurch die Qualität der Braugerste dort gerettet werden konnte. Jedoch wird angenommen, dass die Gerste, die erst im August geerntet wird, überwiegend hitzegeschädigt ist. Dies äußert sich in Schmachtkorn, einer schlechten Sortierung und niedrigen Erträgen. Sollten hier größere Mengen an Braugerste ausfallen, könnte dies einen gravierenden Einfluss auf die ohnehin sehr fragile Braugerstenbilanz haben.


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