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WELT: Schuldenkrise dämpft über höhere Biersteuern den Bierkonsum

Die Schuldenkrise könnte nach jüngsten Erkenntnissen noch eine größere Auswirkung auf den internationalen Biermarkt haben, als bisher gedacht. Die stark angestiegene Verschuldung des Staatshaushalts der meisten Länder veranlasst diese nämlich vielfach zu einer Anhebung der Verbrauchssteuern. Neben Tabak und Mineralöl dürften vor allem alkoholische Getränke in das Blickfeld der Fiskalpolitiker gerückt sein. So haben bereits Biersteuererhöhung in Russland, Polen und Tschechien den Konsum in diesen Ländern merklich gebremst. Eine Verdopplung der Biersteuer im Januar in Russland ließ beispielsweise den Bierverkauf von Heineken in Mittel- und Osteuropa um 13 Prozent einbrechen. Auch das schuldengebeutelte Griechenland hat in seinem Staatsanierungsprogramm bereits Biersteuererhöhungen angekündigt und in Österreich hat das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) neben höheren Steuern auf Tabak und Mineralöl auch höhere Steuern auf Alkohol vorgeschlagen.

Wie Untersuchungen belegen bewirken aber selektive Verbrauchssteuererhöhungen auf superiore Güter  wie beispielsweise Tabak oder Alkohol meist nicht die gewünschten Fiskaleffekte. Die Mehreinnahmen durch die Steuererhöhung werden vielfach durch den Verbrauchsrückgang kompensiert. Ertragsmäßig wirksamer sind vor allem Pauschalsteuerhöhungen, wie beispielweise eine Mehrwertsteuererhöhung. Vor dieser Maßnahme schrecken aber die meisten Politiker in der heutigen Zeit zurück, da sie befürchten, die beginnende Konjunkturerholung durch eine derartige Maßnahme im Keim zu ersticken.


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