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WEISENBACH: Bierdeckel goes Smartphone

Dass sich Bierdeckel nicht nur als Getränkeuntersetzer eignen, hatte vor Jahren schon der CDU-Politiker Friedrich Merz erkannt mit seiner Idee einer Steuererklärung, die auf einen Bierdeckel passen sollte. Im Zeichen von Smartphones und Handy-Apps ist mit dem “App Coaster”, einem Bierdeckel, der Handy Apps promotet, aus einem über 100 Jahre alten Werbemedium ein “verbindende(s) Element zwischen Online- und Offline-Welt geworden,“ freut sich Tina Lang, die für das Marketing zuständige Mitarbeiterin der Katz GmbH & Co. KG im badischen Weisenbach.

Für moderne Smartphone finden sich zunehmend kleine Anwendungsprogramme, sogenannte Applikationen oder “Apps”. Doch mit dem Siegeszug dieser kleinern Helfer wird deren Angebot auch immer unübersichtlicher. „Mit mehr als 300.000 Applikationen ist Apples App Store im Grunde nicht mehr zu überschauen,“ resümiert Tina Lang. Kaum weniger unübersichtlich sind zum Beispiel auch der Android Store mit 100.000 Apps und auch die Blackberry App World holt mit tausenden von Apps auf. Deshalb gilt für Tina Lang: „Der Anwender muss im Grunde aus seiner Offline-Welt heraus und hinein in die Online-Welt zur App geführt werden.“

Werbung auf Endverbraucherprodukten oder in Print-Kampagnen sind eine Möglichkeit, eine App zu bewerben. Mit dem App Coaster hat man bei Katz in Zusammenarbeit mit Carsten Szameitat, Inhaber der Agentur „11 Prozent Communication“, einen völlig neuen Kommunikationskanal entwickelt, der dazu dient, Apps an die Frau beziehungsweise den Mann zu bringen: „Wir haben uns für die Kooperation mit Carsten Szameitat innerhalb einer gemeinsamen Agentur entschlossen, weil wir so die Expertise beider Unternehmen perfekt nutzen können,“ erklärt Daniel Bitton.

Der Geschäftsführer der Katz GmbH & Co. KG und der „Erfinder“ des größten zentraleuropäischen Kongresses „M-Days“, einer Messe zum Thema Mobile Marketing, bieten mit dem App-Coaster eine funktionale und vor allen Dingen charmante Art, eine App zu bewerben. Der klassische Bierdeckel hat exakt die gleiche Form wie ein App-Signet. Auf der Vorderseite eines Bierdeckels lässt sich die App abbilden, auf der Rückseite wird ein QR-Code, ein zweidimensionaler Strichcode, aufgedruckt: „Mit einer speziellen App auf dem Smartphone bzw. mit der bereits eingebauten Lesesoftware einer Smartphone-Kamera lässt sich der QR-Code auslesen und führt den Nutzer sofort auf die dazugehörige Homepage, wo sich die neue App dann herunterladen lässt,“ erklärt Tina Lang die Mechanik des neuesten Marketing-Instruments aus dem Hause Katz.

Wo Bierdeckel ausgelegt werden, die eine App bewerben, bestimmt der Werbungtreibende. „Wir sind in der Lage, solch eine Kampagne extrem genau auszusteuern, um Streuverluste zu minimieren und die Effizienz unseres App-Coasters zu garantieren,“ fasst Tina Lang zusammen. Schließlich gehört dies nach Aussage der Marketingexpertin zu den Kernkompetenzen eines Weltmarktführers für Bierdeckel: „Sonst wäre der Bierfilz ein Filz und kein solch attraktives Marketinginstrument.“


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