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WALDHAUS: Privatbrauerei Waldhaus verkauft so viel Bier wie noch nie

Die Brauereien im Land haben in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt 15% im Bierabsatz verloren. Eine Ausnahme ist die Privatbrauerei Waldhaus. Der Familienbetrieb hat in diesem Zeitraum über 60% zugelegt, wie das Unternehmen aus dem Südschwarzwald am Mittwoch mitteilte. Im vergangenen Braujahr hat der Familienbetrieb so viel Bier verkauft, wie noch nie in der 178 jährigen Geschichte: fast 47.000 Hektoliter. Das sind, wie bereits im vergangenen Jahr, erneut 12% Ausstoßzuwachs gegenüber dem Vorjahr. Der Ausstoßrekord fällt in einem Jahr, in dem die Branche nicht unbedingt Grund zum Jubeln hat. Deutschlands Brauer bilanzieren im abgelaufenen Jahr ein Produktionsminus von 2,2% gegenüber dem Vergleichszeitraum.

Baden Württemberg liegt sogar über 6,2% dahinter (Quelle DBB, steuerpflichtiger Bierabsatz vs. VJ). Da wundert es nicht, dass Dieter Schmid, geschäftsführender Gesellschafter der Privatbrauerei Waldhaus, die positive Geschäftsentwicklung 2010 mit Begeisterung kommentiert: “Wir freuen uns, dass wir mit der Marke Waldhaus im hart umkämpften und rückläufigen deutschen Biermarkt erneut Marktanteile dazu gewinnen konnten. Das zeigt uns doch, dass wir wahrscheinlich recht viel richtig gemacht haben.”

Zur positiven Entwicklung trugen interessanter Weise alle 12 Bierspezialitäten gleichermaßen bei. Überaus erfreulich sei aber vor allem auch die Entwicklung der beiden Produktinnovation “Ohne Filter EXTRA HERB” und “Schwarzwald Weisse DUNKLES HEFEWEIZEN”, die im vergangenen Jahr neu auf den Markt kamen. „Vor allem die unfiltrierte Bierspezialität „Ohne Filter EXTRA HERB“, die mit 5 ausgesuchten Naturhopfendol-den eingebraut wird, ist eine Bierkreation, die es so in Deutschland noch nicht gibt!“, so Bernhard Vötter, der seit fast 20 Jahren erster Braumeister in der Privatbrauerei Waldhaus ist, den Erfolg dieser neuen Bierspezialität.

Sowohl das Handelsgeschäft der Marke Waldhaus als auch die Entwicklung im Gastronomiegeschäft war in 2010 positiv. „Hinzugekommen ist allerdings ein immer größer werdendes internationales Interesse an unseren vielfach national und international ausgezeichneten Premium-Bieren“, sagt Schmid. So wurden 2010 zum ersten Mal Waldhaus Biere nach Spanien, Chile und sogar  Neuseeland  ausgeliefert. Nichtsdestotrotz sieht Dieter Schmid die Zukunft als eine große Herausforderung an. Für das Jahr 2011 prognostiziert Schmid der Branche einen noch zunehmenden Marktrückgang um 4 bis 6%– und damit „das wohl härteste Jahr für die deutsche Brauwirtschaft und eine beschleunigte Auslese der Brauereien.“ Mit erneuten 12% Zuwachs im aktuellen Braujahr scheint aber für die Privatbrauerei Waldhaus wieder alles auf Wachstumskurs zu stehen. Angaben zu Umsatz und Gewinn macht das Familienunternehmen traditionell nicht.

“Nachhaltiges Wirtschaften kombiniert mit hohem Qualitätsanspruch und Innovationsfreude” gibt Dieter Schmid als grundlegendes Erfolgsrezept seiner Brauerei an. Gelebte echte Braukunst, die Pflege der Bierkultur, aber auch die Erhaltung der Bier-Vielfalt sind weitere wichtige Eckpfeiler des Erfolgs. Als “freier Unternehmer” ist es Schmid wichtig, verantwortungsvoll zu handeln, indem er eine gesunde regionale Wirtschaftsstruktur fördert und lokale Arbeitsplätze sichert. Heimische Rohstoffe einzusetzen und respektvoll mit den natürlichen Ressourcen umzugehen, genießt im Familienunternehmen Waldhaus den höchsten Stellenwert.

“Wenn du etwas machst, dann mach es mit Herzblut und Leidenschaft! Für uns heißt das, dass wir bei allen Dingen kompromisslos auf höchste Qualität setzen. Wachstum um jeden Preis gibt es bei uns nicht. Waldhaus ist keine Bierfabrik sondern eine Biermanufaktur”, sagt Schmid. Was bei Waldhaus zählt, sind nachhaltiger Erfolg sowie die Verantwortung gegenüber der Region, und nicht die kurzfristige Gewinnmaximierung.”

“Als Privatunternehmer kann – und will – ich mir die Freiheit nehmen, genau das zu tun, was ich für richtig und wichtig halte, nämlich auf die Qualitätswünsche unserer Kunden einzugehen”, ist Schmid überzeugt und lässt seine Biere daher ausschließlich mit Naturhopfendolden brauen. “Ich kenne keine Brauerei, die so wie Waldhaus auf die Spitzenqualität von naturbelassenen Hopfendolden schwört”, so Schmid.

Waldhaus  investierte über 1 Millionen Euro
Waldhaus setzt neben dem klassischen “Diplom Pils” verstärkt auf Bierspezialitäten und investierte dafür kräftig. Über 1 Millionen Euro steckte Waldhaus-Chef Dieter Schmid am Standort Waldhaus/Weilheim in die Technik. Neben einem einzigartigen Prozessleitsystem und einer komplett neuen Kasten-Be- und Entpalettierung mit Hilfe eines Roboters wurde vor allem in den Bau in eine neuen Qualitätsmalz-Siloanlage investiert. Künftig werden dort nicht nur Gersten und Weizenmalze eingelagert, sondern auch Spezialmalze für die verschiedenen Waldhaus-Bierspezialitäten.

Über die Waldhaus Brauerei
Die 1833 gegründete Privatbrauerei Waldhaus gehört mit rund 47.000 hl Bierausstoß/Jahr und 30 Mitarbeitern zu den kleinen Brauereien in Deutschland. Dass sich aber auch kleine regionale Anbieter durch eine konsequente und faire Firmenphilosophie erfolgreich auf einem schrumpfenden Markt behaupten können, beweist die Privatbrauerei Waldhaus mit Bravur. Regionale Preisführerschaft, nationale und internationale Auszeichnungen sowie ein kontinuierliches gesundes Wachstum, sind nur drei Punkte, die dies deutlich unterstreichen.


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