Transformiertes KesselhausQuartier in Berlin erfolgreich vermarktet
In dem denkmalgeschützten KesselhausQuartier wurde Ende September 2011 die letzte von 70 Wohnungen verkauft. Die Sanierung der ehemaligen Tivoli-Brauerei mitten im Szene‐Bezirk Kreuzberg ist erst im Juli 2011 angelaufen, doch schon im vierten Quartal 2012 werden die ersten Bewohner in die Eigentumswohnungen mit Größen von circa 50 bis 150 m² einziehen und das harmonische Miteinander der alten und neuen Architektur genießen. Die Industriearchitektur der Brauerei gab den Rahmen für zeitgemäßes Wohnen auf 6.150 m² Wohnfläche. Es ist es das Schmuckstück des über fünf Hektar großen Areals Victoria Quartier und umfasst mit dem Kesselhaus, dem Maschinenhaus, der Werkstatt und dem Brunnenhaus insgesamt vier Bauwerke der stillgelegten Brauerei.
Besonders deutlich wird die raffinierte planerische Leistung im Innenhof, in dem durch eine neu gebaute Arkade die vier verschiedenen historischen Gebäude zu einer gestalterischen Einheit zusammengefasst werden. Den optischen Höhepunkt hat dabei die Industriegeschichte gesetzt: Das alte Schwungrad des Maschinenhauses mit sechs Metern Durchmesser befindet sich im Arkadengang des Foyers und bleibt natürlich erhalten. Wer sich für eine der bis zu 3.850 Euro je Quadratmeter teuren Wohnungen im KesselhausQuartier entschieden hat, genießt die Vorzüge des Kreuzberger Kiezes, den Flair des Altbaus und die technischen Annehmlichkeiten der heutigen Zeit. Das komplett autofreie Gelände mit viel Grün, gepflasterten Höfen, einer Tiefgarage und sogar einem eigenen Weinberg ist eine Oase mitten in der Großstadt Berlin und liegt noch dazu neben dem großen öffentlichen Viktoriapark. Kaum verwunderlich, dass mehr als die Hälfte der Erwerber selbst in das Quartier einziehen wird.
Die Beliebtheit hat Tradition: Schon lange war der Südhang des Kreuzbergs als Ausflugsziel beliebt. Vor den Toren der Großstadt gelegen, bot der Berg ein einzigartiges Aussichtspanorama. Seit 1829 kam nach Pariser Vorbild der Freizeitpark „Tivoli“ hinzu, der über einen eigenen Biergarten verfügte. Bei gutem Wetter traf man sich hier mit „Kind und Kegel“. Mit zunehmender Beliebtheit des Vergnügungsgartens kam pfiffigen Geschäftsleuten die Idee einer eigenen Brauerei: 1857 wurde an der Methfesselstraße, die damals Lichterfelder Straße hieß, die „Berliner Braugesellschaft Tivoli“ gegründet. Schnell wurde der Bierkonzern größer, die Konkurrenz „geschluckt“ und die Kapazitäten wuchsen. Wurden 1871 noch 100.000 Hektoliter Pils gebraut, waren es 1905 schon 500.000. 1993 schlossen die Eigentümer die Braustätte am Kreuzberg und zogen in die Schultheiss‐Zentrale nach Weißensee. Der Grundstein für das neue Viktoria Quartier wurde 1999 gelegt. Seitdem werden die denkmalgeschützten ehemaligen Brauereigebäude Stück für Stück saniert – so das Ensemble des Schmiedehofs und des Brauhofgartens. Im IV. Quartal 2012 wird mit dem Bezug des KesselhausQuartier das „Herz“ der ehemaligen Brauerei wiederbelebt sein. Das Investitionsvolumen betrug 21 Mio. Euro.
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