ÖSTERREICH: Biermarke “Fucking Hell” vom europäischen Markenamt anerkannt
Nach einem Rechtsstreit mit dem europäische Markenamt (HABM) konnte sich nun der Antragsteller mit seiner Anmeldung für ein Bier mit dem Namen "Fucking Hell" durchsetzen. Das Patentamt hatte den Namen zunächst mit der Begründung abgelehnt, dass der Name gegen die guten Sitten verstoße: "Fucking Hell" bedeutet auf Englisch soviel wie "Verdammte Hölle". Die mit der Eintragung beauftragte deutsche Marketing-Firma hatte jedoch argumentiert, dass es sich bei "Fucking" um den Standort einer Brauerei in der Nähe von Salzburg handele und mit "Hell" ein besonderer Biertyp gemeint sei. Pikant an der Angelegenheit ist jedoch die Tatsache, dass es in Fucking überhaupt keine Brauerei gibt. Sollte also demnächst ein Bier dieses Namens auf den Markt kommen, ist der nächste Rechtsstreit wegen falscher Herkunftsangabe schon absehbar.
Die Einwohner von Fucking, ein Ortsteil von Tarsdorf im Bezirk Braunau/Österreich, haben bisher wegen ihres Ortsnamens nicht nur Spott und Hohn ernten müssen: Nach Aussagen von Bürgermeister Franz Meindl (ÖVP) wird der Gemeinde regelmäßig von Souvenirjägern das Ortsschild geklaut. Dieses Schicksal teilt Fucking mit den deutschen Gemeinden Kissing, Petting, Pissen, Poppenhausen und Busendorf. Ob es dort in den nächsten Jahren auch ein Revival von Biermarken geben wird, muss sich noch zeigen. Zumindest in Poppenhausen gab es bis vor einigen Jahren eine Brauerei, die zwischenzeitlich von der Würzburger Hofbräu übernommen wurde.
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