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SCHWERIN: Oettinger stellt Produktion in Schwerin auf alkoholfreie Malzgetränke um

Wie bereits vor einem Monat verkündet, wird die Oettinger Brauerei in den nächsten Tagen die Bierproduktion in der Schlossbrauerei in Schwerin  vorerst einstellen und deren Produktion nach Braunschweig verlagern. Statt dessen soll nun in der Schlossbrauerei der Grundstoff für Oettingers alkoholfreie Malzgetränke hergestellt werden. Dirk Kollmar, geschäftsführender Gesellschafter der Oettinger Gruppe, ist Medienberichten zufolge überzeugt davon, dass hier “ein weltweiter Wachstumsmarkt” zu finden ist.

Die Schweriner Schlossbrauerei, mit einer Jahreskapazität von 500.000 Hektolitern, ist der kleinste Standort des Unternehmens. Wie Kollmar jetzt der Presse sagte, rentiere sich Bierbrauen aber erst ab einem Jahresausstoß von zwei Millionen Hektolitern.

Die Gruppe konnte zwar im vergangenen Jahr ihren Export um 12,7% steigern, dennoch hatte auch der Billigbieranbieter unter dem Preisdruck – und der Preisschlacht – auf dem deutschen Biermarkt zu leiden. Durch die vielen Angebote im deutschen Handel, bei denen auch die sogenannten “Fernsehbiere” zu Preisen angeboten wurden, die unter der Rentabilitätsgrenze lagen, musste Oettinger hier deutliche Verluste hinnehmen. Wie groß diese Verluste genau waren, wurde nicht bekannt. Der deutsche Verbraucher sei jedenfalls zum “Schnäppchenjäger” geworden., wie Oettinger meint. Letztendlich auch die Auswirkungen der Wirtschaftskrise, die sich bereits seit 2009 im Getränkemarkt bemerkbar machten, habe dem Unternehmen im vergangenen Jahr noch zu schaffen gemacht, wie  sowohl Arbeitnehmer, als auch Arbeitgeber bei der Betriebsversammlung der Oettinger Brauerei Mitte März meinten. Dennoch war Oettinger laut Bildzeitung im vergangenen Jahr die meistverkaufte Biermarke in Deutschland vor Krombacher und Bitburger. Mit einem Sortiment von über 20 verschiedenen Biersorten und Biermischgetränken will Oettinger “nahezu jeden Biergeschmack” abdecken.


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