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SCHWELM: Schwelmer Brauerei soll durch Gründung einer Genossenschaft gerettet werden

Einige Menschen, die sich mit der Schließung der Schwelmer Brauerei nicht abfinden wollen, hoffen mit der Gründung einer Genossenschaft die Brauerei zu retten, obwohl der Insolvenzverwalter das Brauen bereits hat einstellen lassen und die Kündigungen an die Mitarbeiter ausgesprochen wurden. Für die Idee der Brauereigenossenschaft wird einerseits im Internet auf Facebook, Twitter und Co. geworben, andererseits wurde in der Schwelmer Innenstadt bei einer Demonstrationen am vergangenen Wochenende gegen die Schließung des traditionsreichen Unternehmens der Plan der Genossenschaftsbildung vorgestellt.

Bei den Planungen und Vorbereitungen zur Brauereigenossenschaft wird aktuell mit Genossenschaftsanteilen im Wert von 250, 500 und 1.000 Euro gerechnet. “Den Verantwortlichen ist sehr wohl bewusst, dass es potenzielle Unterstützer gibt, die sich derartige Summen nicht leisten können oder derartige Beträge nicht investieren möchten. Es soll auf jeden Fall Möglichkeiten geben, auch diese Unterstützer in das mögliche neue Modell zu integrieren”, so die Gruppe “Für den Erhalt der Schwelmer Brauerei” auf Facebook.

Um die Bereitschaft der Schwelmer-Fans zu prüfen, Anteilsscheine zu kaufen und damit das nötige Kapital aufzubringen, haben die Initiatoren gebeten: “Jeder und Jede, der oder die ernsthaft am Kauf von Anteilen an dieser Genossenschaft interessiert ist, uns dieses per E-Mail mitzuteilen”, um vorab feststellen zu können, wie ernsthaft das Interesse der Menschen der Region – und möglicherweise darüber hinaus – am Erhalt der Schwelmer Brauerei wirklich ist.

Die Idee der Genossenschaftsbrauerei ist eine gute. Yvonne Daniel, die sich für den Erhalt der Brauerei einsetzt, schreibt in Ihrer “Flaschenpost”: “Wir brauchen einen nennenswerten Betrag, der natürlich später eine Dividende erbringen soll. Und da denken wir in erster Linie an Naturalauszahlungen, sprich Bier. Auch das ist natürlich nur ein erster Gedanke.”

Ein Fan bei Facebook zu werden erfordert nicht mehr als einen Klick und Kommentare sind schnell gepostet, doch die Rettung einer Brauerei dürfte erheblich mehr Aufwand erfordern. Bleibt abzuwarten, ob es bei der Idee Brauereigenossenschaft bleibt, oder ob die Liebhaber des Schwelmer Bieres auch bereit sind, ihr Portemonnaie zur Rettung der Brauerei zu öffnen.

 

Suche nach Investor geht weiter

Parallel zum Plan der Gründung einer Genossenschaft, der “gemeinsam mit vielen Menschen, die im Hintergrund arbeiten” derzeit geprüft werde, will die Gruppe aber weiterhin auch nach einer “Investorenlösung” suchen. In diesem Zusammenhang wird immer wieder Kritik am Insolvenzverwalter Manfred Gottschalk laut, der – den Klagen nach zu urteilen – anscheinend für Gespräche nicht wirklich zu erreichen sei, bzw. angeforderte Unterlagen nicht zur Verfügung stelle.

 


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