SCHWEIZ: Brauerei Schützengarten steigert Absatz im Braujahr 2009/2010
Die Schweizer Brauerei Schützengarten hat im Braujahr 2009/2010 ihren Bierabsatz erneut steigern können. Wie die älteste und größte eigenständige Schweizer Brauerei am Dienstag mitteilte, konnte Schützengarten 2% mehr Bier verkaufen als im Vorjahr. Mit 163.600 Hektolitern erreichten die Schützengarten- und Löwengarten-Biere eine neue Rekordmarke. Analog der gesamtschweizerischen Entwicklung entsprang diese Zunahme nicht dem Gastgewebe-, sondern dem Detail- und Getränkehandels-Kanal. Wegen eines leichten Rückgangs bei den Handelsgetränken blieb der Gesamtumsatz der St.Gallener Brauerei jedoch auf Vorjahreshöhe.
Die gesamte Bierproduktion blieb wegen des Wegfalls einer Eigenmarke (Volg Bier) für den Detailhandel ebenfalls praktisch auf dem Vorjahresniveau von 176.100 Hektolitern (- 0,1%).
In der Schweiz nahmen die Bierverkäufe im Braujahr 2009/10 im Vergleich zum Vorjahr um 1.7 % zu. Dabei entfiel fast die ganze Zunahme auf Importbiere, hauptsächlich auf Billigbiere für den Detailhandel, während die schweizerische Produktion nur marginal wuchs. Die überdurchschnittliche Entwicklung der Schützengarten-Biere hat bereits Tradition, so Schützengarten-Geschäftsführer Christoph Kurer. Eine Betrachtung über den Zeitraum der letzten 10 Jahre zeigt, dass die Bierverkäufe in der Schweiz um 8.7% zugenommen haben, jene der Schützengarten-Biere dagegen um beachtliche 34.5%.
Die Konkurrenz bei den Handelsgetränken ist jedoch nach wie vor groß. Es treten neue Anbieter auf und Markenprodukte kämpfen gegen Billigprodukte. So musste Schützengarten in diesem Segment einen volumenmässigen Rückgang um 1.3% hinnehmen.
Neben der Hauptmarke Klosterbräu habe das Lagerbier den größten Zuwachs verzeichnet. Das Hefeweißbier „Weisser Engel“ habe sich 18 Monate nach seiner Einführung gut am Markt etabliert, so Kurer. Für den Detailhandel wurde eine Halbliter-Einwegflasche im Six-Pack eingeführt.
Preiserhöhung
Anfang 2011 werden die Preise für Schützengarten- und Löwengarten-Biere um 2 bis 4% angehoben. Begründet werden die Preiserhöhungen von Schützengarten mit höheren Rohstoff- und Verpackungskosten.
Investitionen in die Infrastruktur
Um für die Zukunft optimal gerüstet zu sein, wird Schützengarten im kommenden Jahr mit einem Investitionsvolumen von rund Fr. 5 Mio. einerseits die Flaschen-Abfüllanlage modernisieren und andererseits den Bau eines neuen Gär- und Lagerkellers in Angriff nehmen.
Zweifach ausgezeichnet
Gleich von zwei Seiten durfte die St. Galler Brauerei im vergangenen Geschäftsjahr spezielle Anerkennung erfahren. Da war einerseits der renommierte Qualitätswettbewerb der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft DLG, an dem Schützengarten die Biere regelmässig auf ihre Qualität testen lässt. Dieses Jahr waren die Biere aus St. Gallen besonders erfolgreich, indem alle fünf eingereichten Sorten mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurden. Anderseits beteiligte sich Schützengarten erstmals an der Ausschreibung um den „KMU Primus“, einem von der St. Galler Kantonalbank jährlich verliehenen Unternehmenspreis. Die Jury sah ihre Kriterien bei der Brauerei Schützengarten mit ihrer überlegten und langfristig ausgelegten Unternehmensphilosophie, mit ihrem Markterfolg und ihrem vielfältigen Einsatz in der Ostschweiz bestens erfüllt und setzte sie unter den 34 Teilnehmern auf den ersten Platz.
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