RENCHEN-ULM: Familienbrauerei Bauhöfer hält Umsatz im schwierigen Wettbewerbsumfeld stabil
Trotz Fußball Weltmeisterschaft und dem damit verbundenen Abatzhoch im Sommer wird das Jahr 2010 auch bei der Familienbrauerei Bauhöfer aus Renchen-Ulm am Fuße des Schwarzwalds wie überall in der Brauwirtschaft als ein schwieriges Jahr bilanziert. Dennoch konnte die Ulmer Familienbrauerei das Vorjahresergebnis halten. So konnten 53 000 Hektoliter an Bierspezialitäten und alkoholfreien Getränken abgesetzt werden.
Die großen Marken und die so genannten Fernsehbiere machen den kleinen Brauereien das Leben schwer, resümiert Geschäftsführer Siegbert Meier. So sind es vor allem die niedrigen Bierpreise der Großen, welche die Branche in Atem halten.
Die Familienbrauerei Bauhöfer versucht dem negativen Absatztrend mit Qualität entgegenzutreten. Diese wurde dem Unternehmen auch bei den verschiedenen Prämierungen bestätigt. So gab es bei der DLG drei Mal Gold und drei Mal Silber für Ulmer Biere. Der Preis der Besten in Gold und Silber beim European Beer Star war ein weiterer Beweis für die ausgereifte Braukunst der Brauerei Bauhöfer. Hier lobte Diplom-Braumeister Gustav Bauhöfer das Engagement von Alexander Schneider. Das Zusammenwirken aller Brauer und die Erfahrungen der Verantwortlichen führten zu den besonderen Qualitäten, unterstrich Bauhöfer. Und die Treue der Mitarbeiter bilde den Sockel des Unternehmens. Die 34 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halten der Brauerei im Durchschnitt seit 17 Jahren die Treue.
„Ein Muss sind unsere Aktivitäten“, stellte Siegbert Meier das Engagement der Familienbrauerei heraus. Damit bleibe die Marke beim Kunden in guter Erinnerung. So kamen allein zu den vier Vollmondpartys im Brauereihof rund 10 000 Besucher. Ein schöner Erfolg war der erste Spendenlauf von Ulm nach Linx. Dieser wird auch im neuen Jahr für Sympathie werben. Am 4. Juni starten die Läufer in Linx und haben dieses Mal den Zieleinlauf in Ulm, wo eine Ü 30-Party den Abschluss bildet. Die Fußball WM der Frauen soll, falls von Achern aktiv so geplant, im Stadtgarten von Achern begleitet werden. Zum neunten Mal ist der Hexensud eingebraut worden. Dieser wird mit viel Spektakel am 7. Januar um 19.11 Uhr aus den Kellern der Brauerei in Anwesenheit des Narrenvolks zutage gefördert. Ulmer Bier wird auch die Heimattage Baden-Württemberg in Bühl begleiten. Zusammen mit der Rothaus Brauerei wurde hier eine Kooperation vereinbart. Erster großer Auftritt ist beim großen Narrentreffen Anfang Februar. Hierzu werden rund 6000 Hästräger erwartet.
Unverzichtbar sind die Auftritte bei Messen, skizzierte Geschäftsführer Meier. So war die Präsenz bei der Intergastra in Stuttgart ein Erfolg, ebenso bei der Egast in Straßburg. Bereits zum dritten Mal wird am 16. Mai das OHG Forum im Europa Park stattfinden. Diese Messe wurde von der Brauerei zusammen mit Meiko und Schwarzwaldsprudel initiiert. Beim letzten Forum waren 300 Besucher aus der Gastro-Szene dabei.
Punkten konnte Ulmer Bier mit neuen Produkten. So kam das Null Komma Ulmer beim Verbraucher sehr gut an. Ebenso das Oktobergold, das in seiner zweiten Auflage mit doppelt so hohem Absatz am Markt war.
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