Globalmalt

PEINE/EINBECK: Härke lässt zukünftig bei Einbecker Brauhaus abfüllen

Seit weit mehr als 100 Jahren wurde in Peine Härke Bier gebraut. Nun wird berichtet, dass die Privatbrauerei Härke, eine der wenigen Privatbrauereien Norddeutschlands, die noch in Familienbesitz ist, ab Oktober ihr Bier bei der Einbecker Brauhaus AG abfüllen lassen wird. Wie Härke-Geschäftsführer Matthias Härke dazu erklärte, gehe der Bierabsatz in Deutschland seit Jahren zurück und man habe überlegen müssen, wie der Bestand des Unternehmens im bekanntermaßen “hart umkämpften Markt” gesichert werden könne. Die Kooperation mit dem Eindecker Brauhaus sei auf fünf Jahre ausgelegt.

Als Grund für die Auslagerung der Abfüllung wird angegeben, dass die Abfüllanklage der Brauerei Härke veraltet sei und man fünf Millionen Euro hätte investieren müssen. Zuviel, nachdem die Brauerei vor drei Jahren in ein neues Sudhaus investiert hatte. Damals wurde die gesamte Technik der Sudhausanlage wie Gefäße, Maschinen, Rohrleitungen, die Mess-, Regelungs- und Steuerungstechnik von Grund auf erneuert.

Durch die jetzige Stilllegung der Abfüllanlage fallen in der Brauerei Härke sieben Arbeitsplätze weg. Zwei der Angestellten hätten ihre Arbeitsstelle verloren, die anderen fünf seien von einem externen Dienstleister gekommen, heißt es.

Die Privatbrauerei Härke GmbH & Co. KG hat einen Jahresausstoß von rund 70.000 Hektolitern, die Eindecker haben rund 700.000 Hektoliter mehr. Beide Brauereien wollen auch in Zukunft “völlig selbstständig agieren”, heißt es. Im Lohnbrau- und Abfüllsegment hatte die Einbecker Brauhaus AG für das erste Halbjahr 2011 einen Anstieg der Absätze um knapp 5% gemeldet.

 

Personelle Veränderungen bei der Einbecker Brauhaus AG

Die Einbecker Brauhaus AG teilte weiter mit, dass Andreas Berndt, Marketing- und Vertriebsdirektor Gastronomie der Einbecker Brauhaus AG, den Weg in die bereits seit längerem geplante Selbständigkeit geht. Er scheidet zum 30. September des Jahres aus dem Unternehmen aus und wird die Aktivitäten bis dahin in der Übergangsphase begleiten.


« Back
 

Hinterlasse einen Kommentar