ÖSTERREICH: Ottakringer verkauft weniger Bier aber mehr Mineralwasser
Die Ottakringer Getränke AG konnte im ersten Halbjahr 2010 wegen der Konsolidierung der Vöslauer Mineralwasser AG im vergangenen Herbst einen Umsatz- und Gewinnsprung verzeichnen, obwohl der Bierabsatz der Ottakringer Brauerei AG im Berichtszeitraum um 1,5% gesunken ist. Wie die Ottakringer Getränke AG am Dienstag mitteilte, verdoppelten sich die Umsatzerlöse des Unternehmens im ersten Halbjahr von 40,3 auf 80,4 Mio. Euro. Der Umsatzanteil der Vöslauer AG wird dabei mit 40,7 Mio. Euro ausgewiesen. Das Betriebsergebnis kletterte von 1,7 auf 5,7 Mio. Euro, der Anteil Vöslauers lag hier bei 3,3 Mio. Euro. Der österreichische Biermarkt habe sich nach starken Rückgängen im vergangenen Jahr im ersten Halbjahr 2010 wieder stabilisiert. Auch der österreichische Mineralwassermarkt sei wieder gewachsen, so Ottakringer.
Die Ottakringer Brauerei AG hat in Österreich im ersten Halbjahr 291.133 Hektoliter Bier verkauft. Durch die positive Entwicklung des Inlandverkaufs im zweiten Quartal 2010 (+1,4% vs. 2Q 2009) konnte zum Ende des ersten Halbjahres der Rückstand im Vergleich zum Vorjahr auf -1,5% reduziert werden. Ende des ersten Quartals lagen die Zahlen noch um 5,5% unter den Vorjahreswerten. Für das Gesamtjahr geht das Unternehmen von einer Fortsetzung dieser Entwicklung aus, 2010 sollten daher die Verkaufszahlen auf dem Vorjahresniveau zu liegen kommen, so das Unternehmen.
Der Bierexport ging um 12,6% von 10.407 Hektoliter in H1 2009 auf 9.096 Hektoliter in H1 2010 zurück.
Durch eine Stabilisierung des Gastronomiebereichs, der im vergangenen Jahr „schwierig“ gewesen sei, konnte die Ottakringer Brauerei AG im ersten Halbjahr 2010 bei den alkoholfreien Getränken wieder eine Steigerung um 1,5% auf 60.834 Hektoliter verzeichnen.
Insgesamt ist der Absatz der Ottakringer Brauerei AG um 1,4% auf 361.063 Hektoliter zurückgegangen.
Die Vöslauer Mineralwasser AG verkaufte dagegen 4,9% mehr als im ersten Halbjahr 2009, nämlich 1,359.673 Mio. Hektoliter.
Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl lag im ersten Halbjahr bei 368. Im Vorjahreszeitraum waren es 363.
Ottakringer erwartet, dass sich die Vermögens- und Ertragslage stabil entwickeln wird und ein leichtes organisches Wachstum erzielt werden kann. Der Handelskonzentration am österreichischen Markt will das Unternehmen u.a. mit einer Verstärkung der Exportaktivitäten gegensteuern. Außerdem seien noch weitere Zukäufe geplant, zu denen im Halbjahresbericht allerdings keine Details genannt wurden.
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