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NIEDERLANDE: Heinekens Umsatz im dritten Quartal geringer als erwartet

Heineken N.V. teilte am Mittwoch die Zahlen für das dritte Quartal 2010 mit. Demnach fiel der Umsatz des niederländischen Konzerns im Berichtszeitraum um 13% auf 4,62 Mrd. Euro. Analysten hatten 4,85 Mrd. Euro erwartet. Heinekens konsolidierte Bier Volumina wuchen um 24% auf 43,8 Mio. Hektoliter, hauptsächlich durch die Übernahme der mexikanischen FEMSA Cerveza. Organisch sank das Volumen um 2,2%. Der Nettogewinn stieg um mehr als zehn Prozent auf 520 Mio. Euro. Grund seien vor allem die gesunkenen Kosten gewesen.

Heineken macht mehr als die Hälfte seines Umsatzes in Westeuropa. Hier sank der Bierabsatz organisch um 3,9 %, laut Heineken auch wegen ungünstiger Wetterbedingungen und des zurückhaltenden Verbraucherverhaltens.

Die Marke Heineken zeigte mit plus 2,2% erneut eine größere als die durchschnittliche Wachstumsrate des Konzerns. Das Wachstum wurde vor allem von Brasilien, Südafrika, Taiwan, Vietnam, Frankreich und Nigeria getrieben. Dagegen standen geringere Volumina in den USA, Spanien, Polen und Griechenland.

In Zentral-und Osteuropa, mit Ausnahme von Russland, verringerte sich das Volumen organisch um 1,0%. Das Wachstum in Rumänien, Serbien, Weißrussland und Österreich habe teilweise die Rückgänge in Polen, der Tschechischen Republik, Ungarn und Griechenland, wo der Bierkonsum von Sparmaßnahmen betroffen war, ausgeglichen. In Russland sank das Volumen „deutlich“, wenn auch langsamer als im ersten Halbjahr 2010.

Das Volumen in Afrika und im Nahen Osten wuchs organisch um 12%. Nigeria trug hierzu am meisten bei. Solide Volumenzuwächse gab es auch in der Demokratischen Republik Kongo, Ägypten, Burundi, Ruanda, Südafrika, Libanon und in Tunesien.

In der Region Amerika verzeichnete Heineken organisches Wachstum in Lateinamerika, der Karibik und Kanada, dagegen geringeres Volumen in den USA, wo das wirtschaftliche Umfeld weiterhin den Bierkonsum beeinflusse. Im mexikanischen Markt haben ungünstige Witterungsverhältnisse zu niedrigerem Volumen geführt. In Brasilien dagegen habe Heineken ein starkes Volumenwachstum verzeichnen können. CCU, das Joint Venture in Chile und Argentinien, erzielte ein starkes Volumenwachstum.

In der Region Asien-Pazifik wuchsen die Volumina um 69%, vor allem durch die Aufnahme des BMG-Joint Ventures, das 2,5 Millionen Hektoliter gebracht habe. Auch in Vietnam, der Mongolei und Taiwan hätten die Volumina erheblich zugenommen, so Heineken.


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