NIEDERLANDE: Heineken und Bavaria im Streit um „Bavaria-Babes”
Heineken NV und Bavaria liegen im Clinch um Werbung im Fußballstadion. Der Grund: Obwohl der Königlich Niederländische Fußball-Bund (KNVB) einen exklusiven Werbevertrag mit Branchenriese Heineken hat, sind am vergangenen Mittwoch beim Länderspiel Niederlande – Mexiko im deutschen Freiburg die „Bavaria-Babes” in sexy Oranje-Minikleidern der Brauerei im Fußballstadion aufgetreten und haben damit die Aufmerksamkeit der Medien auf sich gelenkt. Das niederländische Fernsehen zeigte natürlich oft die Bavaria-Frauen, sehr zum Ärger von Hauptsponsor Heineken und des KNVB.
Sylvie van der Vaart, die Frau von Ex-HSV-Spieler Rafael van der Vaart, soll nun gar Stadionverbot bekommen. Sie ist die Galionsfigur von Bavaria und einer gewagten Werbekampagne des Brauers namens „Dutch Dress”. Bei der WM in Südafrika oder bei den geplanten Auftritten beim deutschen TV-Sender RTL können die Verbands-Oberen allerdings wenig ausrichten, dafür aber im eigenen Land. Holland spielt noch in Rotterdam gegen Ghana und in Amsterdam gegen Ungarn. Sowohl in „De Kuip” als auch in der Amsterdam-Arena soll Sylvie in ihrem Oranje-Kleid der Zugang verwehrt werden. Rafael van der Vaart soll dazu gesagt haben: „Derjenige, der Sylvie aus dem Stadion verbannen will, muss schon ein sehr großer Junge sein.”
Derweil sind die Oranje-Kleidchen ein absoluter Fan-Hit in den Niederlanden. Sehr zum Ärger der Verbands-Bosse sollen bereits mehr als 5000 dieser sexy Kleidungsstücke verkauft worden sein. „Wir sind nicht froh über diese Aktionen. Wir versuchen nur, unsere Sponsoren zu schützen. Mehr wollen wir in dieser Sache nicht verkünden”, so wurde ein KNVB-Sprecher in Hollands größter Tageszeitung zitiert.
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