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NIEDERLANDE: Heineken steigert operativen Gewinn trotz sinkender Bierverkäufe in 2009

Der weltweit drittgrößte Brauereikonzern Heineken N.V. hat trotz rückläufiger Absatzzahlen seinen Gewinn im vergangenen Jahr kräftig gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern (EBIT) und Sondereffekten sei auf vergleichbarer Basis um 14% auf 2,1 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Der konzernweite Bierabsatz fiel dagegen um 1,5%. Der Nettogewinn stieg auf vergleichbarer Basis um 4,1% auf 1,1 Milliarden Euro. Der Umsatz legte um 2,7% auf 14,7 Milliarden Euro zu.

Der operative Cash Flow sei von 550 Millionen im Vorjahr auf 1,7 Milliarden Euro gestiegen, hieß es weiter. Durch die Schließung von Brauereien und niedrigere Verwaltungsausgaben konnte Heineken im ersten Jahr seines Sparprogramms seine Kosten um 155 Millionen Euro senken. Außerdem halfen höhere Preise und Ersparnisse aus der Übernahme eines Teils der britischen Scottish&Newcastle, die niedrigen Bierabsätze in Europa und Amerika abzufedern. Das Unternehmen will eine um 4,8% erhöhte Dividende von 0,65 Euro je Aktie zahlen.

In Westeuropa wurde um 5% weniger Heineken-Bier konsumiert als im Jahr 2008, in Amerika sogar um 8,9% weniger. In den afrikanischen und asiatischen Schwellenländern sind die Bierabsätze dagegen gestiegen.

In 2010 will Heineken weiter aggressiv sein Kostensenkungsprogramm TCM verfolgen. Der niederländische Brauereikonzern rechnet im laufenden Jahr auf Grund der andauernden Wirtschaftskrise mit einem weiterhin sinkenden Bierkonsum in vielen Regionen. 2010 noch einmal Preiserhöhungen wie im vergangenen Jahr durchsetzen zu können, werde nicht möglich sein, so Heineken. Zudem werde der voraussichtliche Rückgang der Rohstoffkosten pro Hektoliter wohl von höheren Energie-, Werbe- und Vertriebskosten aufgezehrt. 2010 will Heineken sein Wachstum durch die Übernahme des Biergeschäfts der mexikanischen Femsa in Lateinamerika vorantreiben.


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