MÜNCHEN: 3,4 Millionen Maß Bier werden in der ersten Halbzeit auf der Wiesn ausgeschenkt
Einen gelungenen Start bei strahlendem Frühherbstwetter legte das Münchner Oktoberfest auch in diesem Jahr hin. Und auch Regen und MVG-Streik am Wochenende hielten die Wiesnfans nicht vom Feiern ab. Rund 3,5 Millionen Besucher (2009: 3,3 Millionen) besuchten in der ersten Halbzeit die Theresienwiese. Dabei sei der allgemeine Konjunkturaufschwung ist auch auf der Wiesn spürbar. Die Besucher geben wieder mehr aus, egal ob für Essen, Fahrgeschäfte oder Souvenirs. In der ersten Halbzeit wurden insgesamt bereits 3,4 Millionen Maß Bier (2009: 3,3 Millionen) ausgeschenkt und in der Ochsenbraterei 61 Ochsen (2009: 60 Ochsen) verspeist. Der allgemeine Umsatz an Speisen und „Schmankerln“ nahm im Vergleich zum Vorjahr um 10% zu.
Die Gäste kamen aus der ganzen Welt: So traf man beim so genannten Italienerwochenende nicht nur Touristen aus den Nachbarländern, sondern sehr wohl auch aus den USA, China oder Russland. Der Trachtentrend hält an: Sogar immer mehr ausländische Besucher gehen in Dirndl und Lederhose auf das Volksfest.
Besonders beliebt, vor allem bei Familien und älteren Menschen, ist die historische Wiesn auf dem Südteil der Theresienstraße. Hier werden 200 Jahre Oktoberfest mit Pferderennen und allerlei nostalgischen Fahrgeschäften und Buden gefeiert. So mancher Wiesnbesucher höheren Semesters fühlte sich bei einer „Fahrt ins Paradies“, der Attraktion von 1939, in Jugendtage zurückversetzt. Besonders beliebt ist auch das speziell gebraute Jubiläumsbier. 156.000 Maß wurden bereits getrunken. Mit so einer Nachfrage wurde nicht gerechnet, weshalb fraglich ist, ob das historische Bier überhaupt bis zum Wiesnende ausreichen wird. Insgesamt besuchten bereits 238.703 zahlende Besucher das historische Oktoberfest. Zählt man Kinder unter 14, Ehrengäste, Sponsoren und Mitwirkende hinzu kommt man sogar auf eine viertel Million. Diese Besucherströme kommen auch der restlichen Wiesn zugute, gehört doch ein Bummel über die Schaustellerstraße meist dazu.
Rauchverbot
Das seit 1. August in Bayern geltende Rauchverbot konnte auch in den Bierzelten mit Erfolg umgesetzt werden und wurde von den Besuchern gut aufgenommen. Das freundliche Biergartenwetter trug seinen Teil dazu bei.
Behörden
Polizei, Rotes Kreuz, Feuerwehr und KVR sprechen bisher von einem normalen Wiesnverlauf. Das Fundbüro meldete rund 2.200 Fundsachen, darunter nicht nur Jacken, Handys und Geldbeutel sondern auch einen Mops und einen Hasen (wurden ins Tierheim gebracht). 1.175.491 kWh Strom wurden in der ersten Halbzeit auf dem Oktoberfest verbraucht. Diese Zahl ist mit der von 2009 vergleichbar. Knapp 60% der Wirte und Schausteller beziehen den umweltfreundlichen M-Natur-Strom.
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