KROMBACH: Umsatz der Krombacher Gruppe in 2009 mit 642,6 Mio. Euro auf Vorjahresniveau
Die Siegerländer Brauereigruppe Krombacher hat trotz Wirtschaftskrise und anhaltend rückläufigen Biermarkts ihr Geschäft im Vorjahr stabil gehalten. Wie das Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mitteilte, belief sich der Gesamtumsatz mit 642,6 Millionen Euro gegenüber 2008 stabil. Auch der Gesamtausstoß blieb mit einem leichten Minus von 0,8 Prozent auf 6,39 Millionen Hektoliter nahezu stabil. Damit konnte Krombacher nach eigenen Angaben seine Position als größte Privatbrauerei im deutschen Markt erneut verteidigen. Zu der Gruppe gehören neben der Stammmarke Krombacher Pils auch die Biermarken Rolinck, Eichener, Rhenania Alt und Vitamalz sowie die Erfrischungsgetränke-Marke Schweppes. Auch für das laufende Jahr sieht sich die Gruppe gut aufgestellt und zeigt sich optimistisch. Punkten will Krombacher 2010 mit einem weiteren Ausbau der Sparte alkoholfreie Getränke. Alkoholfreies Bier und Erfrischungsgetränke steuerten im Vorjahr bereits rund ein Fünftel zum Geschäft bei. Das Segment soll in Kürze mit einem Schweppes-Eistee erweitert werden. Impulse für den Biermarkt erwartet Krombacher auch von der Fußball-Weltmeisterschaft. Das Sportereignis könnte dem gesamten Biermarkt ein halbes Prozent Wachstum bringen, lautet die Prognose des Managements. Zum Gewinn macht das Unternehmen traditionell keine Angaben. „Wir sind ein gesundes Haus und mit dem Ergebnis zufrieden,“ bilanzierte Geschäftsführer Helmut Schaller.
Krombacher Brauerei mit Umsatzentwicklung zufrieden.
Inlandsausstoß mit einem Minus von nur 0,8% nahezu stabil
Die Verunsicherung der Verbraucher durch die Wirtschaftskrise ging auch am Bierkonsum in Deutschland nicht spurlos vorbei. Das Statistische Bundesamt meldet für den Zeitraum 1-11/2009 einen Marktrückgang von 94,576 Mio. Hektoliter auf 91,566 Mio. Hektoliter (Quelle: Statistisches Bundesamt). Das ergibt ein Minus von 3,2%. Vor diesem Hintergrund hat sich Krombacher in 2009 erfolgreich im Markt behauptet. Nach einem verhaltenen ersten Halbjahr konnte Krombacher in der zweiten Jahreshälfte deutlich zulegen. Der Umsatz blieb mit einem kleinen Minus von 0,3% nahezu stabil. Der Gesamtausstoß lag bei 5,220 Mio. Hektoliter, was einen Rückgang von 63.000 hl oder 1,2% bedeutet. Insbesondere das Exportgeschäft und die Gastronomie litten stark unter der aktuellen Wirtschaftskrise und der damit verbundenen Konsumzurückhaltung. Rechnet man die Verluste aus dem Exportgeschäft heraus, so beläuft sich das Minus für das Inlandsgeschäft gerade mal auf 0,8 Prozentpunkte (= 41.000 hl). Damit liegt Krombacher – wie gesehen – deutlich besser als der Markt.
Die Biermischgetränke der Marke Cab gingen in 2009 marktkonform um 10.000 hl auf nun 156.000 Hektoliter Ausstoß zurück (Vorjahr: 166.000 hl). Die sonstigen Marken erreichten 218.000 hl (Vorjahr: 225.000 hl).
Schweppes und Orangina legen beim Umsatz um
Im Jahre 2009 konnte der Bereich der nichtalkoholischen Erfrischungsgetränke unter dem Dach der Krombacher Gruppe seine erfreuliche Entwicklung fortsetzen. Der Umsatz stieg um 4,4 % auf aktuell 73,6 Mio. Euro (Vorjahr: 70,5 Mio. Euro), der Ausstoß konnte um 28.000 Hektoliter – das entspricht einem Plus von 3,9% – auf nun 748.000 Hektoliter (Vorjahr: 720.000 hl) gesteigert werden.
Krombacher Pils – die klare Nr. 1 im deutschen Pilsmarkt
Das Pilssegment ist mit rund 55 % Anteil (Quelle: Nielsen) bei weitem das größte und wichtigste Segment des Biermarktes in Deutschland. Krombacher Pils konnte im vergangenen Jahr seine Position mit 9,0% Marktanteil als mit Abstand meistgekaufte Pilsmarke in Deutschland vor den nachfolgenden Marken Bitburger (6,5%), Hasseröder (6,3%) und Warsteiner (4,5%) verteidigen (Quelle: Nielsen). In der zweiten Jahreshälfte baute Krombacher den Marktanteil leicht aus. In der Berichtsperiode Juli/August stieg der Krombacher Marktanteil auf 9,2%. Die Ökotest-Bewertung „Sehr gut“ im Sommer 2009 half dabei, das Vertrauen der Verbraucher in die Qualität von Krombacher Pils zu untermauern.
Der Ausstoß für das Jahr 2009 beläuft sich auf 4,482 Mio. Hektoliter (Vorjahr: 4,575 Mio. hl), was einem Rückgang von 93.000 hl oder einem Minus von 2,0 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieser Rückgang ist zum Teil durch die Pro- duktdiversifizierung im eigenen Haus zu erklären, aber auch durch den überaus harten Konkurrenzkampf im Hauptbiersegment ‚Pils’, wobei Krombacher seinerseits konsequent auf überzogene Preisaktionen verzichtet. Zur nachhaltigen, wertorientierten Markenpolitik gibt es insbesondere bei Krombacher Pils keine Alternative.
Krombacher Gastronomie-Geschäft deutlich besser als der Markt
Das Gastronomie-Inlandsgeschäft verlor in 2009 14.000 hl. Dies entspricht einem Minus von unter 2%. Damit entwickelte sich das deutsche Gastronomie-Geschäft der Krombacher Brauerei deutlich besser als der Markt (Gastgewerbe insgesamt: 1-10/2009 -6,2%, Gastronomie für den Zeitraum 1-10/2009: -5,0%, Quelle: Statistisches Bundesamt). Der Rückgang in der Gastronomie ist den Auswirkungen des Rauchverbotes geschuldet, jedoch spielt auch die Verunsicherung der Verbraucher infolge der Wirtschaftskrise eine große Rolle. Dadurch sind die Gästezahlen in der Gastronomie noch einmal zurückgegangen.
Im vergangenen Jahr hatten rund 20.000 Kunden Krombacher Produkte im Ausschank; per Saldo sind ca. 1.200 neue Kunden hinzu gekommen.
Insgesamt verliert das Fassbier-Segment in 2009 32.000 Hektoliter, was einem Minus von 4,1% entspricht. Hierzu trägt insbesondere der Rückgang des Exportgeschäftes bei. Aktuell beläuft sich der Gesamt-Fassbier-Ausstoß auf 744.000 hl (Vorjahr: 776.000 hl).
Krombacher Pils Alkoholfrei – die Nr. 1 im Segment der alkoholfreien Pilsbiere
Krombacher Pils Alkoholfrei schreibt eine Erfolgsgeschichte der besonderen Art. Seit 1999 im Markt steigt das Produkt seitdem stetig in der Gunst der Verbraucher. Diese Akzeptanz ist das Resultat einer überlegenen Produktqualität und machte Krombacher Pils Alkoholfrei zur Nr. 1 im Segment der alkoholfreien Pilsbiere. In 2009 konnte Krombacher Alkoholfrei daher um 12.000 Hektoliter – einem Plus von 5,3 % – auf nun 238.000 Hektoliter Gesamtausstoß (Vorjahr: 226.000 hl) zulegen. Bei Verkostungsaktionen im nationalen Maßstab überzeugten sich im vergangenen Jahr immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher vom hervorragenden Geschmack des Produktes.
Krombacher Radler – die Nr. 1 im Radler-Markt
Erfreulich ist ebenfalls die Entwicklung bei Krombacher Radler, das gegenüber dem Vorjahr um 6,9% zulegen konnte. Damit wuchs der Ausstoß von Krombacher Radler um 22.000 Hektoliter auf 339.000 Hektoliter im Jahre 2009 (Vorjahr: 317.000 hl). Das im vergangenen Jahr eingeführte Krombacher Radler Alkoholfrei erfreute sich dabei ebenfalls einer deutlich wachsenden Verbraucherakzeptanz. Krombacher Radler wird von Nielsen mit großem Abstand als die Premium-Radlermarke Nr. 1 geführt. Krombacher Radler hat aktuell 16% Marktanteil, gefolgt von Bitburger mit 4,8% und Veltins mit 2,7% (Quelle: Nielsen).
Krombacher Weizen legt zu
Krombacher Weizen hat sich ohne Frage als wichtige Ergänzung im Krombacher Produktportfolio etabliert. Gegenüber dem vergangenen Jahr legte Krombacher Weizen um 5,9% oder um 9.000 Hektoliter zu und verzeichnet aktuell einen Gesamtausstoß von 161.000 Hektoliter (Vorjahr: 152.000 hl). Das Wachstum war in 2009 nur moderat, da die speziellen Angebote der Produkteinführungsphase weggefallen sind und die etablierten Weizenbiere alles daransetzten, ihre Marktposition zu verteidigen. Im Kernabsatzgebiet (Nielsen 2) liegt Krombacher Weizen mit einem Marktanteil von 4,8% mittlerweile auf dem vierten Platz der Weizenbier-Hitliste. Auch das im vergangenen Jahr eingeführte Krombacher Weizen Alkoholfrei konnte die Verbraucher auf Anhieb überzeugen. Man ist in Krombach zuversichtlich, hier durch entsprechende Maßnahmenpakete weiter zuzulegen.
Marke Cab bleibt auf Marktniveau
Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes verlieren in 2009 auch die Biermischgetränke an Menge. Insofern verhält sich die Marke Cab analog zum Markt. Die Marke Cab, zu der Cab Cola & Beer, Cab Blood Orange & Beer, Cab Lemon & Beer und Cab Banana & Beer gehören, entwickelte sich aber uneinheitlich. Mit Cab Banana & Beer gelang es 2009, eine Produktinnovation erfolgreich im Markt zu etablieren. Dennoch reichte dies nicht aus, die Verluste bei Cab Blood Orange & Beer und Cab Lemon & Beer völlig auszugleichen. Im Jahre 2009 verliert die Cab Markenfamilie daher 10.000 Hektoliter und hat jetzt einen Gesamtausstoß von 156.000 Hektoliter (Vorjahr: 166.000 hl).
Weitere Produkte
Die sonstigen Produkte, eine Kategorie, in der Rhenania Alt, Eichener, Rolinck und Vitamalz enthalten sind, verlieren 7.000 Hektoliter und kommen auf einen Gesamtausstoß von 218.000 Hektoliter (Vorjahr: 225.000 hl).
Export verliert
Das Exportgeschäft hat in besonderem Maße durch die schlechte konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft sowie starke Währungsturbulenzen gelitten. Das Exportgeschäft der Bundesrepublik verzeichnet für 2009 (Zeitraum 1-11/2009, Quelle: Statistisches Bundesamt) ein Minus von 19,9%. Im Vergleich dazu verliert Krombacher im Export mit 14,1% (= 22.000 hl) deutlich weniger. Insbesondere das Exportgeschäft nach Italien, Russland und Südkorea leidet unter der Wirtschaftskrise. Insgesamt kommt die Krombacher Brauerei somit auf einen Gesamtausstoß von 134.000 Hektoliter für das internationale Geschäft (Vorjahr: 156.000 hl).
Schweppes legt weiter zu
Die positive Entwicklung der Sparte „Alkoholfreie Erfrischungsgetränke“ der Krombacher Gruppe hält weiter an. Das AFG-Geschäft konnte im vergangenen Jahr um 3,9 % – das sind in absoluten Zahlen 28.000 Hektoliter – auf aktuell 748.000 Hektoliter ansteigen (Vorjahr: 720.000 hl). Die positive Entwicklung des Segmentes „Bittergetränke“ ist in hohem Maße auf die Performance des Marktführers Schweppes zurückzuführen. Schweppes ist im Grunde als Synonym für den Markt der Bittergetränke zu betrachten. Insbesondere sind die Impulse, die Schweppes in der Kommunikation setzt, zu nennen sowie die Entwicklungen bei Verpackungen und Gebinden, die attraktiver und verbrauchergerechter sind. Von diesen positiven Tendenzen profitiert auch das Gesamtsegment.
Neben den Klassikern Bitter Lemon, Ginger Ale und Tonic Water entwickeln sich auch die neuen Produkte Citrus Summer und Wild Berry. Der neue 6×1 l Mehrweg-Kasten hat dem Mehrweggeschäft deutliche Impulse gegeben. Dynamisch entwickelt sich darüber hinaus die 1,25l EW PET Flasche. Erfolgversprechend ist auch die verstärkte Nachfrage nach dem 0,5l EW Impulsgebinde, das höchst attraktiv für Zusatzgeschäfte ist.
Orangina mit aussichtsreichem Entwicklungspotenzial
Als sehr positiv ist die Entwicklung bei Orangina anzusehen, das zum ersten Mal separat ausgewiesen wird. Orangina kann mittlerweile einen Gesamtausstoß von 66.000 hl (Vorjahr: 56.000 hl) aufweisen. Insbesondere die Erweiterung der Produktpalette durch Orangina Rouge und die Einführung des neuen Kastens setzten deutliche Impulse beim Verbraucher. Insgesamt sieht die Krombacher Gruppe in den kommenden Jahren ein großes Potenzial für Orangina, das es durch die Intensivierung des Marketings in diesem Bereich zu aktivieren gilt.
Mitarbeiter
In Krombach arbeiteten im abgelaufenen Jahr 865 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 866). Damit konnte die Zahl der Mitarbeiter stabil gehalten werden.
Chancen für das Jahr 2010
Wie der Presse zu entnehmen war, gab es in der Brauwirtschaft bereits gleich zu Beginn des Jahres 2010 heftige Turbulenzen. Die grundsätzlichen Tendenzen der letzten Jahre werden sich auch im Jahre 2010 fortsetzen. Der Bierkonsum wird aufgrund der ungünstigen demographischen Entwicklung und der Veränderung der Konsumgewohnheiten weiter zurückgehen. Hiervon wird die Gastronomie in besonderer Weise betroffen sein. Der aus dem Rückgang des Bierkonsums resultierende Druck auf die Marktteilnehmer wird den Konsolidierungsprozess vorantreiben. Die Möglichkeiten, über den Ausbau der Angebotspalette ein rückläufiges Basisgeschäft zu kompensieren, sind weitgehend ausgereizt, so dass die Phantasie, durch niedrige Preise Volumina zu schaffen, auch weiter vorhanden ist. Dass ein Highlight wie die WM und ein möglicherweise guter Sommer ein versöhnliches Jahr 2010 schaffen können, ist die Hoffnung aller Marktteilnehmer.
Zur langfristigen, wertorientierten Markenpolitik der Krombacher Gruppe gibt es keine Alternative. Wir werden weiterhin alles dafür tun, um über hochqualitative Angebote und die entsprechende Kommunikation die Verbraucher von der Marke Krombacher zu überzeugen. Wir sehen uns in unserer nachhaltigen Markenpolitik durch die Entwicklung der letzten Jahre bestätigt und sind in den von uns besetzten Segmenten des Biermarktes marktführend oder in perspektivreicher Entwicklung. Insbesondere die Entwicklung des alkoholfreien Segmentes sehen wir als besonders aussichtsreich an. Durch wertige Markenkommunikation und interessante VKF-Maßnahmen werden wir unseren Geschäftspartnern vielfältige Chancen zum Ausbau des gemeinsamen Geschäftserfolges bieten. Insofern blicken wir optimistisch in das Jahr 2010.
Neue Produkte und Gebinde
In den kommenden Monaten wird es eine Reihe von Produkt- und Gebindeinnovationen in der Krombacher Gruppe geben, u. a. die neue 0,33l Steinieflasche für Krombacher Pils und Krombacher Radler. Daneben bringt Krombacher einen neuen 24*0,33l Individualkasten für Krombacher Radler Alkoholfrei in den Markt sowie einen neuen 6er-Träger für Krombacher Weizen Alkoholfrei. Darüberhinaus wird es rechtzeitig für die Sommersaison zwei weitere Sondergebinde im Weizen-Segment geben, nämlich einen 4*0,5l Aktionspack sowohl für Krombacher Weizen als auch für Krombacher Weizen Alkoholfrei.
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