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HANNOVER: Herri-Bier ein Local Hero mit bis zu 15 Prozent Umsatzsteigerung

Viele sehen ihre lokale Privatbrauerei in der Krise bedroht. Herrenhäuser – kein überregionaler Bier-Multi, sondern ein regionales Traditionsunternehmen und seit fünf Generationen im Familienbesitz – zeigt, dass es auch anders geht. Junge Trendsetter haben ihr Herz für "Herri-Bier" mit Heimat-Touch und Hannover-Identität entdeckt. Das zeigt Wirkung. Was als größter Online-Flashmob Deutschlands begann, wurde zur regionalen Bewegung. 1.500 Herri-Fans feierten kürzlich am Brauereigelände, Gastronomen schlossen das Bier an ihre Zapfhähne an und Privatparties schwenkten demonstrativ auf das lokale Pils um. Die Folge: Herrenhäuser ist bei regional gut aufgestellten Einzelhandelsunternehmen wie Edeka und Rewe gelistet. Laut Geschäftsführer Manfred Middendorff erwartet die Brauerei aus der neuen Markenwahrnehmung bis zu 15 Prozent mehr Umsatz. (Quelle. www.infodienst.de)

Die Herrenhäuser Brauerei befindet sich bereits seit längerer Zeit in wirtschaftlichen Schwierigkeiten.  Um dem zu begegnen, wurde die Brauerei in mehrere von einander unabhängige Teilgesellschaften aufgespalten. 2010 gehörten nur noch 82 Mitarbeiter zur originären Belegschaft der Brauerei. Die lokale Presse berichtete 2010 mehrfach über ausstehende Lohnzahlungen, aber auch über nicht erbrachte Zahlungen an Krankenkassen und die Finanzverwaltung.

Am 30. April 2010 eröffnete das Amtsgericht Hannover auf Antrag des Finanzamts Hannover Nord und anderer Gläubiger das Insolvenzverfahren. Betroffen waren die Tochterfirmen „MVL Marketing-, Vertriebs- und Logistik GmbH" und die „Herrenhäuser Produktions- und Technik GmbH". Das Unternehmen befindet sich seither in einer sogenannten „Planinsolvenz", bei der der Inhaber Manfred Middendorff das operative Tagesgeschäft weiterführt, allerdings unter Aufsicht des Konkursgerichts.


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