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GROSSOSTHEIM: Eder & Heylands Brauerei investiert 2,2 Mio Euro in neues Sudhaus

Die Eder & Heylands Brauerei betreibt ein neues Sudhaus in Großostheim. „Die Anlage benötigt nur noch etwa knapp die Hälfte an Dampf, der mittels eines mit Gas beheizten Kessels, erzeugt wird. Damit werden knapp 20.000 m³ Gas eingespart. Zusätzlich werden mit 6.000 Kubikmetern 10% weniger Wasser als zuvor verbraucht. Dafür wurden ca. 2,2 Millionen  Euro investiert. Neben der Einsparung von Energie wird das Bier nun auch durch ein neues Kochsystem schonender gekocht. Dies wirkt sich positiv auf den Geschmack aus. Zurzeit beschäftigen wir uns mit der Planung einer neuen Abfüllung. Diese Investition bedeutet eine noch größere Ausgabe. Hierdurch wird sichergestellt, dass es auch weiterhin  Biere in hoher Qualität geben wird und die Arbeitsplätze vor Ort erhalten werden”, so die Brauerei.

Geschlossene Gärung mit Vorteilen

Im weiteren Brauprozess setzen die Großostheimer auf die geschlossene Gärung, bei der die Hefe in geschlossenen Tanks ihre Arbeit verrichtet. Der Vorteil: Die bei der Vergärung entstehende Kohlensäure, die als gasförmiges Kohlendioxid unsere Atmosphäre schädigt, wird aufgefangen und kann nicht in die Luft entweichen. Sie kann im Abfüllprozess wieder verwendet werden. So wird die Umwelt doppelt entlastet: Zum einen durch das Auffangen bei der Gärung, zum anderen durch die Vermeidung von Zukauf externer Kohlensäure für die Abfüllung. Die Entlastung für die Umwelt ist deutlich: Bei einem Jahresausstoß von zum Beispiel 250.000 Hektolitern Bier können so über 800 Tonnen CO2-Belastung vermieden werden. Die geschlossene Gärung habe auch hygienische Vorteile: Keime in der Raumluft könnten nicht, wie bei offenen Gärbottichen, direkt ins Bier gelangen, so die Brauerei. Auch umherschwebende Hefezellen kommen nicht in Kontakt mit dem Bier und können keine unkontrollierten Vergärungen hervorrufen.

Mit dem neuen Sudhaus verfolge die Brauerei eine Nachhaltigkeitsstrategie zur Schonung natürlicher Ressourcen. Im neuen Sudhaus werden unter anderem die Biere der Marken Eder & Heylands, Bavaria und natürlich das Schlappeseppel gebraut. Das Unternehmen blickt positiv in die Zukunft. „Mit der Investition in die neue Produktionsanlage denken wir langfristig. Das gehört für uns zu nachhaltigem Wirtschaften, ebenso wie in die Investition von Mitarbeitern, die wir langfristig an uns binden und denen wir ein verlässlicher Arbeitgeber sein möchten“, so Friedbert Eder, Geschäftsführender Gesellschafter der Eder & Heilands Brauerei.

Geschäftsführer Peter Scholl sagte: „Während der Bierkonsum auf dem Gesamtmarkt in 2010 um 2,9 und in 2011 bislang um 3,2% abnahm, konnte Eder & Heilands den Absatz bis Juli 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 2,6% steigern. Besonders die Marke Schlappeseppel stellt in Sachen Absatzentwicklung so manches Großunternehmen in den Schatten. Die urig-echten Biere legten in 2010 um 5,5% und bis Juli 2011 um weitere 6% zu.”

 


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