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GREVEN/CHINA: Adler Bier mischt künftig auch in China mit

Nicht nur die Braugiganten dieser Welt wie SABMiller oder Carlsberg setzen auf den riesigen chinesischen Biermarkt. Auch Getränkehändler Ludger Schürhoff versucht dort Fuß zu fassen und wird künftig sein Grevener Adler-Bier nach China exportieren. Ein chinesischer Großhändler wird ab dem kommenden Jahr fünf Adler-Biere in China anbieten können: das Adler Kellerbier, ein Adler Weizenbier, ein Adler Pils, ein alkoholfreies Weizenbier und ein Adler Rotbier. Brauen tut das ganze die Gräflich zu Stolberg’sche Brauerei Westheim.

Was genau ein Rotbier ist, wusste Schürhoff zunächst selbst nicht, nur dass die Chinesen es wohl besonders mögen. „Ich habe in der Brauerei in Westheim nachgefragt, ob die das Rotbier brauen können und bekam eine positive Antwort“, erzählt Schürhoff einer regionalen Zeitung. Die Brauerei habe sich sogar bereit erklärt, die komplette Abwicklung des Exportgeschäftes zu übernehmen, so der Getränkehändler.

Die Etiketten für die ersten 156.000 Flaschen Adler-Bier seien bereits gedruckt. Anfang 2011 sollen die Einwegflaschen in fünf Containern nach Nord-China unterwegs sein.

Schürhoff war schon über den Erfolg des Adler-Bieres in der Heimat erfreut. „Allein schon in Greven bin ich absolut mit dem Verkaufserfolg des Adler-Bieres zufrieden, mit dieser enormen Nachfrage hätte ich nicht gerechnet“, sagte er. Jedoch habe man auf dem deutschen Markt gegen die großen Brauereien keine Chance. Da sei es ein guter Weg, ausländische Märkte zu erobern, so die Erkenntnis Schürhoffs.

Und wie sagte Hou Xiaohai, stellvertretender Generaldirektor einer der größten chinesischen Brauereien, China Ressource Breweries: „Der chinesische Biermarkt platziert sich weltweit auf Platz Eins, kein ausländischer Markt kann sich mit ihm vergleichen. Das ist der Grund, warum sich alle großen Bierbrauereien der Welt für den chinesischen Markt interessieren. Auf dem internationalen Biermarkt herrscht ein „China-Konzept“, d.h., dass nur diejenigen, die in den chinesischen Markt eingetreten sind, die wirklichen globalen Bierbrauereien werden können.“ Ein „wirklich globaler Bierbrauer” wird Schürhoff wohl nicht werden, aber warum sich nicht dennoch ein kleines Stück vom riesigen Kuchen abschneiden?


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