EUROPA: Nur Deutschland und Österreich rechnen mit Konjunkturwachstum
Die Ergebnisse des GfK Konsumklima Europa für das erste Quartal 2011 liegen vor und bringen wenig Erfreuliches. Inflation und Staatsverschuldung hemmen den Wirtschaftsaufschwung in Europa und bestimmen die Stimmung der europäischen Verbraucher. In den betrachteten Ländern gehen lediglich die Deutschen und Österreicher davon aus, dass die Konjunktur auch weiterhin deutlich wachsen wird.
Dies ist eines der Ergebnisse des neu eingeführten GfK Konsumklima Europa, das erstmals einen Überblick über die Entwicklung von Konjunktur-, Preis- und Einkommenserwartung sowie der Anschaffungsneigung der Verbraucher in Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Polen, Rumänien, Spanien und der Tschechischen Republik gibt. Diese zehn Länder umfassen rund 80 Prozent der Bevölkerung der 27 EU-Staaten. Anziehende Verbraucherpreise sowie hohe Kosten für Benzin und Rohöl belasten das Portemonnaie der europäischen Verbraucher. Besonders davon betroffen ist Großbritannien. Das zweite große Problem stellt die hohe Staatsverschuldung in den Ländern dar. Die höchste Staatsverschuldung in der EU hat derzeit Italien mit 118,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Die absolut gesehen höchsten Werte des Indikators zeigen im März Österreich mit 38,2 Punkten und Deutschland sogar mit 49,5 Punkten.
In Spanien, Rumänien und Österreich konnte der Indikator an Wert zulegen. In der Tschechischen Republik und Bulgarien musste er hingegen deutliche Verluste hinnehmen. Rumänien scheint sich derzeit auf sehr niedrigem Niveau zu stabilisieren.
Die Preiserwartungen haben im März in allen betrachteten Ländern der Europäischen Union zugenommen. Einzige Ausnahme ist Bulgarien. Einen besonders starken Anstieg haben Frankreich, Italien und Rumänien zu verzeichnen. In Frankreich sind die Preiserwartungen der Verbraucher im März um 12,4 Punkte auf aktuell 46,9 Punkte gestiegen. Das ist der höchste Wert seit rund 20 Jahren.
Was die Anschaffungsneigung betrifft: Die Spanier halten ihr Geld zusammen. Lediglich in der Tschechischen Republik, Österreich und Italien kann der Indikator aktuell an Wert zulegen.
Quelle: www.infodienst.de
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