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DEUTSCHLAND: Zwanzig alkoholfreie Weizenbiere im Test

Die Deutschen trinken immer weniger Bier. Eine Sorte aber ist zunehmend angesagt: Alkoholfreies. Vor allem Hefeweizen ohne Alkohol wird immer öfter nachgefragt. Die Stiftung Warentest, hat jetzt 20 alkoholfreie Weizenbiere getestet und dabei mehr als die Hälfte mit „gut“ bewertet. Hell und zugleich trüb, mit deutlich hefigem und bitteren Geschmack, versehen mit einer schwachen Bananennote, prickelnd und stark schäumend, so soll das ideale alkoholfreie Weizenbier sein. Mit „gut“ bewertet wurden zwölf alkoholfreie Weizenbiere, darunter bekannte Marken wie Erdinger, Tucher, Krombacher, Maisel’s und Franziskaner. Auch das Biobier Neumarkter Lammsbräu und das günstigste Bier im Test, das von Oettinger, bekam die Note „gut“. Das beste Alkoholfreie im Test war Schneider Weisse. Sein Schaum hält am längsten.

Zwei der getestenen Produkte wurden mit „mangelhaft“ bewertet: Die Biere von Graf Arco und Schönbuch schmeckten und rochen muffig. Zudem fanden sich darin lebende Milchsäurebakterien. Die Bierbrauer können sie verwenden, um die Würze saurer zu machen. Im fertigen Produkt sollten sie aber nicht mehr zu finden sein, denn sie können den Geschmack des Bieres verderben.

Die Warentester prüften, wie gut die Biere schmecken, wie lange der Schaum hält und wie gut sie sich als Durstlöscher und für Sportler eignen. Auch die mikrobiologische Qualität und die Schadstoffbelastung der Produkte wurde untersucht.

Fast alle Produkte im Test eigneten sich „gut“ als Durstlöscher. Die durchschnittlich 23 Kalorien pro 100 Milliliter alkoholfreiem Weizen entspechen dem Gehalt einer Apfelschorle. Das alkoholfreie Weizen enthält viel Kalium und Magnesium sowie eine Form der Folsäure. Für starke sportliche Belastungen wie beispielsweise lange Läufe oder Radrennen seien die alkoholfreien Weizen allerdings nicht so gut geeignet, da sie zu wenig Natrium und zu viel Kalium enthalten, so der Bericht. Und so ganz alkoholfrei sind die Biere auch nicht. Die getesteten Bieren enthielten immerhin zwischen 0,1 und 0,5 Volumenprozent Alkohol.

Nicht so vollmundig wie Weizenbier mit Alkohol
Die Stiftung Warentest hat beim Test von 20 alkoholfreien Weizenbieren gleich exemplarisch 6 Marken direkt im Vergleich zu denen mit Alkohol verkostet. Zwar sollte man nicht erwarten, dass das Alkoholfreie so schmeckt wie ein „echtes“ Hefeweizen: Die Variante ohne Alkohol ist meist wässriger, weniger bitter und hopfig. Es schmeckt schwächer nach typischen Aromanoten wie Gewürznelke oder Banane als das Original. Dafür hat das Alkoholfreie aber auch rund 40 Prozent weniger Kalorien und ist eben ein guter Durstlöscher. Der Grund für den anderen Geschmack: Alkoholfreies Weizen hat weniger Aromastoffe – egal, wie die Brauer es herstellen. Stoppen sie die Gärung, bevor Alkohol entsteht, bilden sich nur geringe Mengen davon. Oder sie gehen beim nachträglichen Entalkoholisieren verloren. Außerdem fehlt der Alkohol als Geschmacksträger.


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