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DEUTSCHLAND: NGG bemängelt „unerträgliche Blockadehaltung der Arbeitgeberseite“

Eine „unerträgliche Blockadehaltung der Arbeitgeberseite“ attestierte der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Claus-Harald Güster, am Wochenende auf einer Veranstaltung seiner Organisation in Münster den Verantwortlichen aus dem Braugewerbe. „In den Betrieben gärt es seit Wochen. Trotzdem rühren sich die Herrschaften keinen Millimeter. Wer glaubt, so arrogant und rücksichtslos mit seinen Belegschaften umspringen zu können, muss sich nicht wundern, wenn die Kolleginnen und Kollegen jetzt anfangen, die Notbremse zu ziehen.“

Sie haben “die Nase gestrichen voll”: Seit Montag, 21. März, gehen viele Teile der Belegschaften aus deutschen Brauereien bundesweit auf die Straße, um für einen “vernünftigen” Entgelttarifvertrag und gegen die Pläne der Brauereikonzerne zu protestieren, die in einem neuen Bundesrahmentarifvertrag u. a. eine Niedriglohngruppe einführen und damit die Beschäftigten in Kern- und Randbelegschaften spalten wollen.

Güster: „Der deutsche Brauerbund will Beschäftigte erster und zweiter Klasse, keinen Schutz vor Outsourcing, den Wegfall der Leistungszulage und keine Beschäftigungssicherung. Das ist für uns nicht akzeptabel. Wir wollen, dass gute Arbeit gerecht entlohnt wird – egal, in welchem Bereich. Die Uhr steht schon auf fünf nach zwölf. Wenn die Arbeitgeber nicht schnell reagieren, werden sie sich wohl sehr warm anziehen müssen.“

Das gelte im Übrigen auch für die Kleinrechnerei und Verweigerungshaltung in der deutschen Süßwarenindustrie. Güster: „Auch hier stehen die Zeichen auf Sturm.“

Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im bayerischen Braugewerbe waren am Montag in die zweite Runde gegangen, doch sie wurden ergebnislos vertagt. Nun sollen sie am 7. April fortgesetzt werden.

 


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