DEUTSCHLAND: Die Winterbiere kommen
Mit Beginn der kalten Jahreszeit bringen immer mehr Brauereien winterliche Bierspezialitäten auf den Markt. Neben den bekannten Bockbieren war die Erdinger Weißbräu im Jahr 1998 die erste Brauerei, die eine winterliche Weißbierspezialität erschuf. Seitdem gibt es alljährlich ab Mitte Oktober bis Februar die Erdinger Schneeweiße, die durch eine verlängerte Reifedauer ihre Bernsteinfarbe und ihren kräftigen Geschmack erhält. Die Schneeweiße hat mit 5,6 % vol einen etwas erhöhten Alkoholgehalt. Auch die Radeberger Gruppe bringt mit dem Altenmünster Winterbier in der geprägten Bügelflasche deutschlandweit ein würziges Winterbier mit 5,5 % vol Alkohol auf den Markt.
Während die Weihnachtsbiere relativ rar gesät sind, bieten die meisten Sortimentsbrauereien inzwischen ein Winterbier an, um damit die Absatzflaute im Winter zu kompensieren. Der Vorteil eines Winterbieres ist die verlängerte Verkaufszeit, da ein Weihnachtsbier bereits im Januar nahezu unverkäuflich ist. Winter- oder Weihnachtsbiere sind keine eigentlichen Biersorten wie beispielweise Pils oder Export sondern stellen eine reine Marketingbezeichnung für saisonal in der kalten Jahreszeit angebotene Biere dar. Gemeinsames Merkmal bei fast allen Produkten ist eine kräftigere Farbe und der durch eine höhere Stammwürze bedingte erhöhte Alkoholgehalt als bei den gängigen Bieren. Die stärkeren und schwereren Biere erfreuen sich besonders im Winter einer großen Beliebtheit, während im Sommer eher schlanke und spritzige Biere, wie beispielsweise ein helles hoch gespundetes Weizenbier, bevorzugt werden.
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