DEUTSCHLAND: Deutsche Umwelthilfe möchte einstwillige Verfügung gegen Dosenverband erwirken
Nachdem ein Gespräch mit Industrievertretern am Freitag ergebnislos verlief, möchte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) an diesem Montag eine einstweilige Verfügung gegen die Beverage Can Makers Europa (BCME) erwirken. Der Lobbyverband der europäischen Dosenindustrie kam nämlich auf der Grundlage einer beim Heidelberger Institut für Energie- und Umweltforschung (Ifeu) in Auftrag gegebenen Studie zur der Aussage, die Dose sei “eine umweltfreundliche Verpackung, die ökologisch auf Augenhöhe mit Mehrwegflaschen liegt.” Die DUH und die Stiftung Initiative Mehrweg, in der sich auch Unternehmen der Mehrwegbranche engagieren, halten die Studie für unwissenschaftlich und halten ihr eine Reihe von Fehlern vor. Das Ifeu, das die Studie im Auftrag erstellt hat, schränkt aber die vom BCME zitierte Kernaussage selber ein. Sie sagen, dass die Dose nur unter der Voraussetzung gleichwertig sei, wenn sie mit den immer häufiger verwendeten Sonderflaschen der national vertreibenden Brauereien verglichen werden, da diese über weite Strecken transportiert und zu ihrem Ursprungsort wieder zurückgeführt werden müssten. Standard-Mehrwegflaschen, wie sie beim Vertrieb regionale Biere verwendet würden, blieben “weiterhin das ökologisch günstigste System”.
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