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DEUTSCHLAND: Anzahl der Braustätten bleibt nahezu konstant

Die Anzahl der Braustätten hat in Deutschland im letzten Jahr nur geringfügig um sechs auf 1.325 Betriebe abgenommen. Damit liegt die Zahl aber immer noch deutlich über der Zahl vor zehn (1.279) und 15 Jahren (1.282). Allerdings hat sich die Struktur der Branche in dieser Zeit drastisch geändert: Während die Zahl der Brauereien mit einer Gesamtjahreserzeugung von über einer Million Hektoliter in den letzten 15 Jahren nahezu konstant blieb (2010: 28, 1995: 29), nahm die Zahl der Brauereien zwischen 100.00 hl und 1 Mio. hl (2010: 80, 1995: 124) und zwischen 5.000 hl und 100.000 hl (2010: 316, 1995: 486) in den letzten 15 Jahren drastisch ab. Das einzige Marktsegment, das im gleichen Zeitraum deutlich wachsen konnte, waren die Kleinstbrauereien mit einem Ausstoß bis 5.000 hl. Deren Zahl nahm von 625 im Jahr 1995 auf 901 Braustätten im Jahr 2010 zu. In dieser Kategorie hatten wiederum in 2010 die Brauereien mit einem Ausstoß bis 1.000 hl (638) deutlich die Mehrheit gegenüber Braustätten zwischen 1.000 und 3.000 hl (191) und Braustätten zwischen 3.000 und 5.000 hl (72).

Hält man sich vor Augen, dass im letzten Jahr in der Größenklasse der Brauereien über eine Million Hektoliter 60,5 % des gesamten Bieres in Deutschland erzeugt wurde, in der Größenklasse 100.000 – 1 Mio. hl immerhin noch 29,0%, in der Größenklasse 5.000 – 100.000 hl jedoch nur 9,6% und in der Größenklasse unter 5.000 hl gerade einmal 0,8 % wird die Marktbedeutung der einzelnen Segmente sichtbar.

Die Zahlen spiegeln deutlich den Umbruch in der Branche, wie er auch in anderen Industrien zu sehen ist. Langfristige Wettbewerbsvorteile haben vor allem effiziente Großbetriebe und sehr kleine lokale Nischenanbieter. Allerdings sei auch hier vor Schwarz-Weiß-Malerei gewarnt: In jedem Marktsegment gibt es Gewinner und Verlierer und die vorliegende Statistik lässt primär keine Aussage über Einzelunternehmen und deren Bewegungen innerhalb der einzelnen Größenklassen zu.


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