BREIDENBACH: Hinterländer Brauhaus stellt Insolvenzantrag
Das Hinterländer Brauhaus aus Breidenbach-Wolzhausen im hessischen Hinterland im Landkreis Marburg-Biedenkopf, hat in der vergangenen Woche einen Insolvenzantrag gestellt. Damit scheint ein hoffnungsvolles Projekt vorerst gescheitert zu sein. Vor dreieinhalb Jahren im Februar 2007 hatten sich fünf junge Gesellschafter das Ziel gesetzt, die ein Jahr zuvor stillgelegte Brauerei zu reaktivieren. Mit viel Engagement konnten anfänglich rund 4.500 Hektoliter Bier abgesetzt werden. Nach dem Anfangserfolg nahm der Bierabsatz hauptsächlich bedingt durch den harten Preiskampf in der Branche aber auch durch den allgemein rückläufigen Bierkonsum kontinuierlich ab. Der Gesellschafter und Braumeister, Jan Opper, der seit Sommer 2009 im Unternehmen ist, hofft nun, die elf Arbeitsplätze der Brauerei mit Hilfe des Insolvenzverwalters und einem neuen privaten Investor, mit dem man in Gesprächen sei, retten zu können. Der Produktionsbetrieb läuft unterdessen weiter.
Angebotspreise von unter 10 Euro könne man nicht mitmachen, wie Opper erläutert. Um die Erlöse bei fallenden Absätzen zu halten, versuchte man daher eine Preiserhöhung. Nachdem aber die Absätze dramatisch einbrachen, musste diese wieder rückgängig gemacht werden. Auch sei im Winter kein großer Absatzzuwachs zu erwarten. Daher habe man vorsorglich einen Insolvenzantrag gestellt, so Opper. Die fünf Gesellschafter haben nicht warten wollen bis sie „über beide Ohren verschuldet sind”.
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