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BRANDENBURG: Klein- und Gasthausbrauereien schließen sich zusammen

“Die Vielfalt und den Genuss der märkischen Bierkultur bekannter zu machen” ist das Ziel eines Zusammenschlusses von sieben Brandenburger Klein- und Gasthausbrauereien. Sie wollen nicht nur für die eigenen Gerstensäfte aus überlieferter und moderner Rezeptur, sondern auch für die Gastfreundschaft und den Erlebniswert ihrer Heimatregionen werben. Einen druckfrischen Brauereiführer stellte dazu der Brandenburger Agrarminister Jörg Vogelsänger am Donnerstag in einem gemeinsamen Pressegespräch mit Braumeistern aus dem ganzen Land im Potsdamer Forsthaus Templin vor. Die 20-seitige Broschüre ist in einem Gemeinschaftsprojekt der Brauereien entstanden.

Von dem runden Dutzend Klein- und Gasthausbrauereien, die ihre Biere zurzeit unter strenger Einhaltung des Reinheitsgebotes von 1516 in Brandenburg ausschenken und direkt vermarkten, haben sich die Braumanufaktur Forsthaus Templin in Potsdam, die Spreewälder Privatbrauerei 1788 in Schlepzig, das Kircher Brauhaus in Drebkau, das Brauhaus Radigk in der Sängerstadt Finsterwalde, das Burgbräuhaus in Bad Belzig, das Bräuhaus „Kneipe pur“ in Brandenburg an der Havel und die Gasthausbrauerei Meierei im Potsdamer Neuen Garten zu einem Netzwerk zusammengeschlossen.

Neben der Vermarktung über den Brauereiführer (Auflage 21.000 Stück) sind abgestimmte Aktivitäten zum traditionellen Tag des Bieres am 23. April und ein gemeinsamer Messeauftritt bei der Grünen Woche unterm Berliner Funkturm im nächsten Jahr vorgesehen. Die Kooperationspartner denken auch über einen gemeinsamen Einkauf von Brauzutaten und beispielsweise Flaschen zum Abfüllen nach. Die Braumeister gehen davon aus, dass sich in nächster Zeit auch weitere Branchenkollegen aus anderen Landesteilen dem Netzwerk anschließen werden.

Minister Jörg Vogelsänger kommentierte: „Dass sich einige engagierte Gastwirte für die Stärkung der Brandenburger Braukultur zusammentun, um mit ihren regionalen Biersorten neben den absatzstarken Branchenriesen bestehen zu können, ist ein cleverer Ansatz. Denn die sieben Braumeister vermarkten nicht nur ihre mit viel Liebe gebrauten Kreationen aus Hopfen, Malz und Wasser. Sie werben gleichzeitig für ihre ländlich-rustikalen Gastwirtschaften, Speisekarten mit regionaltypischen Gerichten und laden Besucher ein, ihre Umgebung zur erkunden. Sozusagen Regionalwerbung mit hohem Genusswert.“


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