BIELSTEIN: Erzquell Brauerei steigt ins Russlandgeschäft ein
Die Bielsteiner Erzquell Brauerei steigt mit „Zunft Kölsch” ins Russlandgeschäft ein. Laut Erzquell-Werbeleiter Oliver Pack sei dies ein „Versuchsballon”. Der Kernmarkt der Privatbrauerei bleibe zwar weiterhin das Rheinland, doch wie Brauerei-Chef Dr. Axel Haas sagte, „wenn sich die Qualität von Zunft Kölsch schon bis Russland rumgesprochen hat, dann sollten wir auch diesen Markt bedienen.” Bisher werden lediglich fünf Prozent der Erzquell-Produktion außerhalb der Region verkauft. Daran werde sich auch laut Haas so bald nichts ändern, selbst wenn derzeit sogar Gespräche mit den USA geführt würden.
Was Russland betrifft, so sollen jetzt 8000 Flaschen und 24 Fässer Zunft Kölsch auf die Reise geschickt werden. Das Leergut soll dort verbleiben. Die 30-Liter-Fässer seien neuartige Einwegverpackungen und die braunen 0,5 Liter-Flaschen seien in Russland ohnehin im Umlauf, so Jens Hofmann, der Betriebsleiter der Brauerei. Die Flaschen werden aber nicht in Kästen nach Russland transportiert, sondern in Pappkartons. Da die Bierflaschen in der Abfüllung automatisch in die Kästen gesetzt werden, müssen sie für den Export nach Russland umständlich in Pappkartons umverpackt werden. Diese Arbeit haben die Behinderten-Werkstätten Oberberg (BWO) in Faulmert übernommen, da die Brauerei selbst dafür weder die Mitarbeiter, noch den Platz habe. Derzeit werde hier bereits die zweite Lieferung Bierflaschen umgepackt.
Die Geschichte der Erzquell Brauerei Bielstein begann im Jahre 1900 mit der Gründung als Adler Brauerei durch Ernst Kind. In den dreißiger Jahren in Bielsteiner und 1976 in Erzquell Brauerei umbenannt, ist die Brauerei heute in der vierten Generation in Familienbesitz. In der Erzquell Brauerei Bielstein werden vor allem Zunft Kölsch und Erzquell Pils gebraut.
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