BELGIEN: AB InBev-Mitarbeiter beenden Streik
Die Beschäftigten von Anheuser-Busch In Bev beendeten am Freitag ihren teils seit zwei Wochen geführten Streik in Belgien. Der weltgrößte Bierkonzern hatte Anfang Januar den Abbau von 263 der mehr als 2700 Arbeitsplätze in Belgien angekündigt, woraufhin Mitarbeiter des Konzerns die Zufahrten zu den drei InBev-Brauereien in Löwen, Hoegaarden und Jupille dicht machten. Berichten zufolge, wurden die Blockaden bei den drei Brauereien erst aufgelöst, nachdem das Management des Brauerei-Giganten am Donnerstagabend seine Pläne zum Stellenabbau zurückgezogen habe. Die Pläne für massive Einsparungen durch Entlassungen in Belgien seien vorläufig gestoppt, hieß es. Nun soll ein „Restrukturierungsplan“ ausgearbeitet werden. Belgische Gewerkschaftsvertreter sprachen von einem „Etappensieg“. Die Gewerkschafter wollen in der kommenden Woche erneut beraten.
In den vergangenen Tagen meldeten Belgische Supermärkte und Gaststätten extreme Engpässe beim Biernachschub. Die Bierregale hunderter belgischer Supermärkte hatten sich wegen der Blockaden rapide geleert. Vereinzelt soll es sogar zu Hamsterkäufen gekommen sein. AB InBev hat in Belgien fast 60% Marktanteil.
Auch in Deutschland hatte AB InBev Anfang des Jahres 386 Stellenstreichungen angekündigt. Die Gewerkschafter hierzulande lehnten einen Streik aber mit der Begründung ab, die „Lager seien voll“, ein Streik mache derzeit keinen Sinn. Sie begnügten sich stattdessen mit Vorwürfen an das Management Absätze manipuliert zu haben um größere Boni-Zahlungen zu erhalten.
Als Hauptgrund für den europaweiten Stellenabbau gab der Braukonzern den sinkenden Bier-Absatz in Europa an. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres ging der Ausstoß um 3,2% zurück. Vor allem auf den entwickelten Märkten und in Osteuropa ist der Absatz weiter rückläufig.
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