BAYERN: Mehr bayerische Brauereien trotz sinkendem Bierabsatz
Mit 48,1% hatten knapp die Hälfte aller deutschen Braustätten 2010 ihren Sitz in Bayern. Diese erzielten mit 21,6 Millionen Hektolitern den zweithöchsten Bierabsatz unter den Bundesländern. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung am Donnerstag mitteilte, steht einem sinkenden Bierabsatz nun schon im dritten Jahr in Folge eine leicht wachsende Zahl an Brauereien gegenüber. Positiv entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr der Bierexport – und zwar maßgeblich durch die vermehrten Lieferungen in Drittländer.
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik anhand von Ergebnissen der Biersteuerstatistik weiter mitteilte, wurden im vergangenen Jahr insgesamt 637 Braustätten im Freistaat betrieben, fünf mehr als im Vorjahr. Ein Anwachsen der bayerischen Bierlandschaft ist seit 2007 (wieder) festzustellen, nachdem 1993 und in den Jahren danach die Zahl der Brauereien im Sinken war.
Trotz der Zunahme bei der Zahl der Brauereien, entwickelte sich deren Bierabsatz negativ: Mit 21,6 Millionen Hektolitern im Jahr 2010 ging dieser nun schon im dritten Jahr in Folge zurück. Ursächlich hierfür ist die stetige Abnahme der inländischen Verkäufe, die im Vergleich zum Vorjahr weiter um 4,1% auf 18,1 Millionen Hektoliter Bier sanken. Dafür konnten die bayerischen Brauereien wieder etwas mehr Bier ins Ausland absetzen (+ 2,3%), was jedoch nur auf die kontinuierlich wachsenden Exporte in Drittländer zurückzuführen ist. Diese wuchsen seit 2001 um das Dreifache auf inzwischen knapp eine Million Hektoliter. Im bundesweiten Vergleich erzielten die bayerischen Brauereien 2010 erneut den zweithöchsten Bierabsatz (Bundes-Anteil 21,9%) hinter ihren nordrhein-westfälischen Kollegen (24,2 Millionen Hektoliter).
*Die Angaben richten sich nach dem Sitz der Steuerlager (Brauereien und Bierlager). Im Bierabsatz ist neben der Eigenproduktion der Brauereien auch das in Deutschland sowie in den Ländern der Europäischen Union hinzu gekaufte Fremdbier enthalten.
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