AU/FREISING: Hefebank Weihenstephan trennt sich dauerhaft von TU München
Die Hefebank Weihenstephan wird auch zukünftig einen von der TU München-Weihenstephan unabhängigen Weg gehen. Dies erklärte der Geschäftsführer Dr. Fritz Briem in einem Interview mit dem Verlag W. Sachon, Mindelheim. Briem hatte die Hefebank vom ehemaligen Lehrstuhlinhaber für Technologie der Brauerei II in Weihenstephan, Prof. Dr. S. Donhauser erworben, nachdem die Verkaufsverhandlungen mit der TU München nicht zu einem befriedigenden Ergebnis geführt hatten. Die „Hefebank Weihenstephan GmbH“ isoliert und kultiviert rund 100 verschiedene Hefestämme und verkauft diese an Kunden in aller Welt. Die Firma, der Prof. Donhauser nach wie vor als wissenschaftlicher Beirat zur Seite steht, hat nach ihrem Umzug aus Freising neue Räumlichkeiten in Au/Hallertau bezogen. Wie bekannt wurde, hat das Forschungszentrum der TU München zwischenzeitlich auch wieder den Verkauf von Hefestämmen aufgenommen, darf diese aber nicht mehr unter dem Warenzeichen „Hefebank Weihenstephan“ verkaufen.
Die Hefbank wurde 1940 vom damaligen Weihenstephaner Lehrstuhlinhaber Prof. Weinfurtner gegründet, der die Hefezellen isolierte und kennzeichnete. Das private Geschäft, das seine Zellkulturen der Hochschule und Privatunternehmen zur Verfügung stellte, war seither immer eng mit der Universität verknüpft. So wurde das Geschäft meist an den nachfolgenden Lehrstuhlinhaber verkauft. Der letzte Lehrstuhlinhaber, Prof. Geiger, erwarb das Geschäft aber nicht käuflich, sondern pachtete es von seinem Vorgänger Prof. Donhauser. Als Prof. Geiger vor einem Jahr emiritierte und die zwei Brauereilehrstühle in Weihenstephan verschmolzen wurden, entstand ein Vakuum. Laut Dr. Briem hatte die Hefebank zum Zeitpunkt der Übernahme ohne professionelle Führung und stand durch fehlende organisatorische und finanzielle Unterstützung am Abgrund.
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