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ARGENTINIEN: Warsteiner Gruppe verkauft C.A.S.A. Isenbeck an SABMiller

Die Warsteiner Gruppe verkauft mit Wirkung vom 23. November 2010 ihre argentinische Brauerei C.A.S.A. Isenbeck an SABMiller plc., den weltweit zweitgrößten Brauereikonzern. Dies teilte Warsteiner, letzte Woche noch in glaubhaft dementierte Übernahmegerüchte durch Radeberger verstrickt, jetzt am Mittwoch mit. Für die weitere Produktion und den Vertrieb der Premiummarke Warsteiner in dem südamerikanischen Staat wurde von beiden Partnern eine langfristige Lizenzvereinbarung getroffen. Das von Warsteiner in Argentinien betriebene Weingeschäft bleibt von dieser Transaktion ausgeschlossen.

Die Brauerei C.A.S.A. Isenbeck wurde 1994 in Zárate, einem Vorort von Buenos Aires, von der Warsteiner Gruppe gegründet und beschäftigt ca. 300 Mitarbeiter. Produziert werden an dem argentinischen Standort die internationale Premiummarke Warsteiner sowie die Marke Isenbeck. Der Ausstoß der argentinischen Brauerei betrug 2009 ca. 600 000 Hektoliter.

„Mit dem Verkauf an SABMiller und der vereinbarten Kooperation auf Lizenzbasis haben wir einen starken Partner gefunden, der uns auch langfristig die Präsenz und Qualität der Marke Warsteiner in Argentinien sicherstellen kann“, erläutert Catharina Cramer, geschäftsführende Gesellschafterin der Warsteiner Gruppe, die neue Allianz. Mit diesem Schritt setze die Warsteiner Gruppe ihren vor drei Jahren begonnen Weg fort, in Übersee-Märkten, insbesondere in wirtschaftlich und politisch unbeständigen Ländern, eigene operative Geschäfte durch Kooperationen und Lizenzvereinbarungen mit internationalen Partnern zu ersetzen. Zuletzt hatte Warsteiner im Jahr 2008 drei eigene Produktionsstandorte in Afrika in ein Joint Venture mit der französischen Castel Gruppe eingebracht. Seitdem kooperiert das sauerländische Familienunternehmen mit den französischen Partnern auf dem afrikanischen Kontinent.

Die Kernmärkte im internationalen Geschäft liegen für die Warsteiner Gruppe allerdings in Europa und Nordamerika, wo entweder über den Aufbau eigener Verkaufsorganisationen oder über internationale Vertriebspartnerschaften mit ausländischen Brauereien das Exportgeschäft der Gruppe vorangetrieben werde, so Warsteiner.

Parallel dazu konzentriere sich Warsteiner weiterhin auf den nationalen Heimatmarkt und schließe selbst weitere Akquisitionen im Konsolidierungsprozess der deutschen Brauwirtschaft nicht aus.

Allerdings beobachte Warsteiner den Markt sehr genau und erwäge Übernahmen nur dann, wenn sie sich mit der strategischen Ausrichtung und dem Portfolio der Warsteiner Gruppe gut vereinen lassen, so das Unternehmen.


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